Tote nebst erneutem US-Angriff hinauf Boot im Ostpazifik

Auf diesem von der Pressestelle des Pentagons zur Verfügung gestellten Bild fahren die Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse USS Mahan (l, DDG 72) und USS Bainbridge (DDG 96) in Formation, während ein F/A-18 Super Hornet des Carrier Air Wing Eight zur Landung auf dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford (CVN 78) ansetzt.

Stand: 15.04.2026 • 11:52 Uhr

Die US-Armee hat erneut ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler angegriffen – vier Männer wurden getötet. Es war bereits der vierte Angriff dieser Art in den vergangenen Tagen. Die UN nennen das Vorgehen völkerrechtswidrig.

Bei einem erneuten Angriff auf ein Boot von mutmaßlichen Drogenschmugglern hat die US-Armee im Ostpazifik vier Menschen getötet. Deren Boot sei „entlang bekannter Drogenschmuggelrouten“ unterwegs und „in Drogenschmuggeloperationen verwickelt“ gewesen, erklärte das Südkommando der US-Streitkräfte im Onlinedienst X.

Mehr als 170 Tote seit September

Damit stieg die Zahl der Toten bei den im September vergangenen Jahres gestarteten US-Einsätzen auf mindestens 174. Es war bereits der vierte tödlicher Angriff auf mutmaßliche Drogenboote in vier Tagen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rechtfertigt das Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg mit „Narco-Terroristen“ aus Lateinamerika befinde. Washington hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer.

Kritiker: Vorgehen völkerrechtswidrig

Einige Experten und UN-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein. Sie heben hervor, dass sich die Armee-Einsätze gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Gefahr für die USA darstellten.

Source: tagesschau.de