Kampfdrohnen: Haushaltsausschuss genehmigt Rheinmetall-Großauftrag z. Hd. Bundeswehr

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat einen Großauftrag an den Rüstungskonzern Rheinmetall genehmigt. Demnach wird die Bundeswehr neue Kampfdrohnen erhalten. Die unbemannten Flugobjekte sollen der Bundeswehr-Brigade in Litauen bei der Abschreckung gegenüber Russland helfen.

Bei den Drohnen handelt es sich um sogenannte Loitering Munition. Diese Flugkörper fliegen über ihre Ziele, bis der Angriffsbefehl erteilt wird. Dann werfen sie Sprengladungen ab oder stürzen sich auf ihr Ziel. Im Militärjargon werden sie auch als Kamikaze-Drohnen bezeichnet.

Laut Bundesverteidigungsministerium ist die Drohnenbestellung ein weiterer Schritt, um die Litauen-Brigade »planmäßig im Jahr 2027 mit einem breit aufgestellten Aufklärungs- und Wirkverbund« auszustatten. Im Februar hatte der Bundestag bereits die Anschaffung von Drohnen von den deutschen Start-ups Helsing und Stark Defence genehmigt. Der Kauf von Systemen mit unterschiedlichen Fähigkeiten erweitere »den Handlungsspielraum« der Bundeswehr und erhöhe die »Flexibilität und Durchsetzungsfähigkeit«.

Die Verträge mit allen drei Unternehmen teilen sich laut Ministeriumsangaben in einen fest beauftragten Anteil und optionale Abrufleistungen auf. Zuerst werde eine feste Drohnenanzahl bestellt. Erreichen die Produkte den vereinbarten Qualifikationsnachweis, können über den Rahmenvertrag weitere Drohnen bestellt werden. Weder das Verteidigungsministerium noch die Unternehmen wollten sich zum konkreten Auftragsvolumen äußern.