Zukunft welcher Freie Demokratische Partei: Lindner will zum Freie Demokratische Partei-Parteitag kommen






Der einstige FDP-Chef ist heute Manager in der Autobranche. So ganz lässt ihn seine Partei aber nicht los. Doch sagt er auch, wen er gern an der Spitze sähe?

Der ehemalige FDP-Vorsitzende Christian Lindner will als Gast am FDP-Bundesparteitag Ende Mai teilnehmen, auf dem ein Nachfolger des amtierenden Vorsitzenden Christian Dürr gewählt werden soll. „Ja, als Gast komme ich natürlich“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Allerdings ließ der Ex-Parteichef sich keine Präferenz für einen der beiden Vorsitzenden-Kandidaten Wolfgang Kubicki oder Henning Höne entlocken. 



„Ich fände es nicht richtig, wenn ich mich in solche Fragen öffentlich einschalten würde. Im Ergebnis braucht es beide“, sagte Lindner auf die Frage, wer die Liberalen besser aus der Krise führen könnte. Lindner betonte, dass man Richtungs- und Machtfragen nicht schwelen lassen dürfe. „Die Voraussetzungen für jedes Comeback sind Klarheit des Angebots und das öffentliche Interesse daran“, betonte er. 

Lindner: Weiter Platz für liberale Kraft in Deutschland

Aktuelle Umfragen sehen die FDP im Bund derzeit bei drei bis vier Prozent. Lindner sagte dazu: „Die Markenwerte der FDP sind während der Ampel beschädigt worden, weil die einen uns Blockade unterstellt haben und die anderen uns als Steigbügelhalter linksgrüner Politik sehen wollten. Beides stimmt nicht.“ Er betonte: „Der politische Platz für eine liberale Kraft ist jedenfalls unverändert da.“


Kubicki und Höne treten für Parteivorsitz Ende Mai an

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 hatte die FDP es nicht mehr in den Bundestag geschafft, der damalige Parteichef Lindner zog sich aus der Politik zurück. Neuer Vorsitzender wurde der vormalige Fraktionschef Christian Dürr. Ein Comeback gelang den Liberalen unter Dürr nicht. Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in ihrem Stammland Baden-Württemberg scheiterten sie an der Fünf-Prozent-Hürde und zogen somit nicht in die Parlamente ein. 

Für den Bundesvorsitz bewerben sich nun die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Kubicki und Höne. Letzterer ist Landeschef des größten Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen, bundesweit aber bisher weniger bekannt. Nach der Ankündigung von Kubicki, für den Parteivorsitz zu kandidieren, hatte Dürr seinen Verzicht auf eine Kandidatur erklärt.

dpa

Source: stern.de