Straße von Hormus: Stirbt dieser Dollar an dieser Straße von Hormus?

Die Gemengelage in der Straße von Hormuz bleibt fragil. Seit Samstag blockiert das iranische Regime die entscheidende Meerenge erneut – weil die USA ihrerseits nicht von einer Sperre iranische Häfen absähen, wie es hieß. Solange sich die beiden Kontrahenten nicht verlässlich auf ein Ende des Krieges verständigen, stecken weiterhin Tausende Öltanker und Frachtschiffe im Persischen Golf fest. 

Donald Trump und seine Berater haben offenbar begriffen, dass es hier um mehr geht als das Öl oder die Frage, ob der Iran Uran anreichern darf. Dass der US-Präsident dafür mit einer eigenen Blockade von Hormuz sogar das innenpolitische Risiko erneut steigender Benzinpreise in Kauf nimmt, ist das deutlichste Zeichen dafür: An diesem dreißig Kilometer schmalen Meeresstreifen gerät ein Pfeiler der amerikanischen Wirtschaftsmacht ins Wanken.