US-Präsident Donald Trump: Trump nachdem Jesus-Darstellung von sich selbst in jener Kritik
US-Präsident Donald Trump hat sich auf seiner
Onlineplattform selbst als Jesus-ähnliche Figur dargestellt. Das von dem
Republikaner mit KI erstellte Bild zeigte den Präsidenten in einem weißen
Gewand, wie er einem offenbar Kranken die Hand auf die Stirn legt. Der
Präsident löschte das Bild später.
Deutliche Kritik an der Darstellung kam vor allem von Trump-Loyalisten
aus dem konservativ-religiösen Lager. Die konservative, christliche
Autorin Megan Basham, die auch für das rechtsgerichtete Medium Daily Wire
schreibt, teilte auf X mit, sie wisse nicht, ob der Präsident witzig sein wollte
oder unter dem Einfluss irgendwelcher Substanzen stehe, aber er müsse diesen
Beitrag sofort löschen und das amerikanische Volk – und Gott – um Vergebung
bitten. Es handele sich um „unverschämte Gotteslästerung“.
Auch die konservative Fox-Moderatorin Riley Gaines, die für ihren Aktivismus gegen trans Menschen bekannt ist, kritisierte das Bild: Gott dürfe nicht verspottet werden und ein wenig Bescheidenheit
würde Trump guttun. Sie könne nicht verstehen, wieso der Präsident das Bild gepostet
habe.
Trump hatte das Bild gepostet kurz nachdem er Kritik an Papst Leo XIV. geäußert hatte. Am Morgen Ortszeit – nachdem er das Bild bereits wieder
gelöscht hatte – widersprach er dann vor Journalisten, sich dabei als Jesus inszeniert zu haben. Er habe sich in der KI-Darstellung als „Arzt“ gesehen,
nicht als Jesus. „Ich dachte, es zeigt mich als Arzt und hat mit dem
Roten Kreuz zu tun“. Nur die „Lügenpresse“ könne auf die Idee kommen,
dass er sich als Jesus habe darstellen wollen, sagte er.
Kritik an Papst Leo XIV.
Auf dem Bild strahlt Licht aus den Händen Trumps, mit denen
er einen im Krankenbett liegenden Mann augenscheinlich heilt. Der
britische Guardian wies auf die Geschmacklosigkeit der Darstellung angesichts der Tatsache hin, dass durch von Trump forcierte Gesetzgebung wohl 12
Millionen US-Amerikaner ihre Krankenversicherung verlieren werden.
In seiner Kritik an Papst Leo XIV. hatte Trump zuvor sagte, er sei kein „Fan von Papst Leo“. Dieser sei „SCHWACH im Umgang mit
Kriminalität und eine Katastrophe in der Außenpolitik“. Das
Kirchenoberhaupt hatte sich wiederholt kritisch über die Kriegsrhetorik des US-Präsidenten
geäußert. Trumps Kritik wies er ab, die Appelle des Vatikans für Frieden und
Versöhnung seien im Evangelium begründet, sagte Leo am Montag auf einem Flug
nach Algerien. Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung.
Neben zahlreichen eigentlichen Unterstützern Trumps meldete
sich auch der Präsident des Iran, Massud Peseschkian, zu Wort. An Papst Leo XIV.
gerichtet schrieb er, im Namen der iranischen Nation verurteile er die
Beleidigung des Papstes und die Schändung Jesu, die für keinen freien Menschen
hinnehmbar sei.
Trump selbst gilt nicht als sonderlich gläubig und ist nicht
dafür bekannt, die Kirche oft zu besuchen. Besonders evangelikale Christen zählen
jedoch zu seinen treusten Wählergruppen – und auch in seiner Regierung sind
viele strenggläubige Republikaner vertreten. Nicht wenige von ihnen hatten nach dem Attentat auf Trump im Jahr 2024
an eine göttliche Fügung geglaubt, die ihn habe überleben lassen.