Umfrage: Einzelhändler unzufrieden mit Entlastungsmaßnahmen

„Die Kosten explodieren“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen.
85% der Einzelhändler halten die geplante Spritsteuersenkung einer Umfrage zufolge für unzureichend. Viele fürchten steigende Kosten und Arbeitsplatzverluste. Das kritisieren die Händler.
HDE-Konsumbarometer
So entwickelt sich die Verbraucherstimmung im April
Was im vergangenen Monat begonnen hat, setzt sich im April fort. Die Verbraucherstimmung in Deutschland verschlechtert sich weiter und erreicht ihren Tiefpunkt für dieses Jahr. Das zeigt das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) für den Monat April. Einkommenssituation, Anschaffungsneigung, Sparpläne − so sehen die Konsumenten die aktuelle Lage.
Auch die Entlastungsprämie von 1000 Euro lehnt die Mehrheit der Befragten ab: 83% sehen die Zahlung als staatliche Angelegenheit an, nicht als Leistung der Arbeitgeber. Von Preen warnte vor finanziellen Mehrbelastungen bei Unternehmen. Es könne nicht sein, dass der Staat den Bürgern Entlastung verspreche und dann Unternehmen auffordere, das zusätzlich zum normalen Lohn aus ihren Budgets zu bezahlen. „Das ist schlicht unredlich. Wer anschafft, muss auch zahlen.“
Folgen des Iran-Kriegs
Tankrabatt und Krisenprämie: Das sagen HDE und Co zu den Plänen der Koalition
Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise stark gestiegen. Die Koalition plant nun eine Steuersenkung. Außerdem soll eine Krisenprämie für Beschäftigte ermöglicht werden. Das sagen Verbände wie HDE und bevh und andere Experten dazu.
Die Umfrage wurde vom Handelsverband Deutschland nach eigenen Angaben vom 16. bis zum 20. April 2026 durchgeführt. Insgesamt antworteten demnach 436 Handelsunternehmen aus ganz Deutschland.