Studie: Mehr Insolvenzen durch Iran-Krieg

Durch den Iran-Krieg wird es nach Berechnungen des Kreditversicherers Allianz Trade weltweit knapp 15.000 zusätzliche Insolvenzen geben. Alleine in diesem Jahr sei mit rund 7000 Pleiten mehr als bisher angenommen zu rechnen. Eine Entwicklung, die auch für Deutschland gelten werde. „Schon jetzt hat der Nahostkonflikt auf Deutschland deutliche Auswirkungen und auch der US-Handelskrieg ist längst nicht vorbei“, sagte Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in der DACH-Region.
Die Folgen seien nicht nur an der Zapfsäule und bei der Inflation zu spüren. „Der Welthandel, Exporte und die Deutsche Wirtschaft wurden erneut ausgebremst. Das hat auch Folgen bei den Insolvenzen, die mit 2% deutlicher steigen dürften als bisher erwartet (1% auf 24.080 Fälle).“ So rechnet Allianz Trade mit rund 24.650 Fällen über alle Branchen – das wäre der höchste Stand seit 14 Jahren.
Einzelhandel schon 2025 mit Höchststand
Einen Höchststand gab es zuletzt auch im Einzelhandel. Für das Jahr 2025 hatte Allianz Trade 2571 Insolvenzen im deutschen Einzelhandel erfasst – 280 Fälle mehr (plus 12% im Jahresvergleich) als im Jahr zuvor. Eine Auswertung nach Branchen und somit auch nach Bekleidungs- und Schuhhandel gibt es allerdings nicht. Erwartet werden laut Allianz Trade eine anhaltende Konsolidierung im Einzelhandel und weiter steigende Insolvenzzahlen – allerdings in abgeschwächtem Tempo.