Start dieser Zeckensaison: 2024 starben 24 Menschen an FSME und Borreliose

Eine Zecke krabbelt auf einem Grashalm.

Stand: 14.04.2026 • 17:29 Uhr

Mit den aktuell höheren Temperaturen steigt die Aktivität von Zecken – und damit auch die Gefahr einer Infektion mit FSME oder Borreliose. Das Statistische Bundesamt hat dazu nun Zahlen für 2024 vorgelegt.

Die Zahl der Todesfälle nach Zeckenstichen ist 2024 in Deutschland gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach starben 24 Menschen an den Folgen eines Zeckenstiches. 15 Menschen erlagen der von Zecken übertragenen Borreliose, neun Todesopfer starben an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

2023 starben 19 Menschen an einem Zeckenstich, davon 10 wegen Borreliose und 9 aufgrund einer FSME.

Mit den steigenden Temperaturen in Deutschland werden Zecken derzeit wieder aktiver. Dem Robert Koch-Institut (RKI) sind dieses Jahr bereits 918 Fälle von Borreliose übermittelt worden (Stand: 13. April). FSME-Fälle gab es bislang elf.

Gibt es eine Schutzimpfung?

Gegen FSME schützt eine aus drei Einzeldosen bestehende Impfung, die alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden muss. Von den Erkrankten sind annähernd alle nicht oder unzureichend geimpft.

Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es nicht. Früh erkannt, können Mediziner eine Infektion allerdings gut mit Antibiotika behandeln.

Wie hoch ist das Risiko einer Erkrankung?

Aktuell stuft das RKI bundesweit 185 Stadt- und Landkreise als FSME-Risikogebiete ein, vor allem Bayern, Baden-Württemberg sowie Südhessen sind betroffen.

Nach Angaben von Experten gibt es allerdings keine Region in Deutschland, die FSME-frei ist. Die Erreger werden binnen zehn Minuten nach dem Zeckenstich übertragen.

Den Erreger der Borreliose tragen je nach Region bis zu 30 Prozent der Zecken in sich. Borreliose wird erst übertragen, wenn die Zecke bereits einige Stunden Blut saugt.

Source: tagesschau.de