Reform des Arbeitsmarkts: Eine Agenda 2030? Hilft doch untergeordnet nicht

Zugegeben: Die Geschichte ist wahnsinnig gut. Ein Mann wie du und ich, der Sohn einer Putzfrau, will das Richtige tun für sein Land. Er trifft mutige Entscheidungen. Er wird dafür gescholten. Doch am Ende sorgen die Entscheidungen dafür, dass das Land aufblüht, stark wird. Der Mann hat sich gewissermaßen geopfert, fürs große Ganze. Ein Held.

Das ist die Geschichte über die Agenda 2010 und Gerhard Schröder. Der Bundeskanzler, der abgewählt wurde, weil er den Niedriglohnsektor ausbauen ließ, in einer Zeit steigender Arbeitslosigkeit. Dessen Parlament vier Gesetzespakete verabschiedete, in denen der deutsche Arbeitsmarkt neu sortiert wurde: Hartz I bis IV. Dann wurde Schröder abgewählt, weil er den Hass der Massen auf sich zog; vielen Menschen wurde viel Geld weggenommen, Sicherheit, auch Würde. Aber das war der Preis, den man damals zahlen musste, um die deutsche Wirtschaft wiederzubeleben.