Kühner Vorschlag: „Donnyland“: Die Ukraine will Teile des Donbas nachher US-Präsident benennen

Donald Trump liebt es, wenn Dinge seinen Namen tragen. Nun kommt aus der Ukraine der Vorschlag, Teile des Donbas in „Donnyland“ umzubenennen. Sie verfolgen damit ein Ziel.
Es ist längst bekannt, dass Donald Trump es liebt, Dingen seinen Namen zu geben. Nach dem Kennedy-Center in Washington sollten zuletzt einige Flughäfen in den USA zu seinen Ehren umbenannt werden. Vielleicht in der Hoffnung, bei dem Präsidenten in der Gunst aufzusteigen, sollen ukrainische Unterhändler im Rahmen von Friedensverhandlungen in den vergangenen Monaten vorgeschlagen haben, einen umkämpften Teil des Donbas „Donnyland“ zu nennen – offenbar in Anspielung auf US-Präsident Donald Trump. Das berichtet zumindest die New York Times unter Berufung auf Teilnehmer an den Gesprächen.
Das Wort, eine Mischung aus Donald und Donbas, sei ins Spiel gebracht worden, als es darum ging, die US-Regierung von mehr Unterstützung für die Ukraine in der umkämpften Region zu überzeugen. Die New York Times kommentiert: „Aber es spiegelt auch eine globale Realität wider, in der Regierungen Trumps Eitelkeit schmeicheln, um die amerikanische Macht auf ihre Seite zu ziehen.“
Bis jetzt scheint die Strategie für die Ukraine aber nicht erfolgreich gewesen zu sein. Der Name, der stark an Disneyland erinnert, sei zwar immer wieder genannt worden, aber befindet sich bislang in keinen offiziellen Dokumenten. Verhandler hatten auch vorgeschlagen, dass der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat bei der Verwaltung der Region helfen könne. Aber bislang gehören weder die Ukraine noch Russland dem Gremium an.
Die Ukraine buhlt um Trumps Zuneigung
Bisher wurde keine Lösung für die Region gefunden, die für beide Kriegsparteien akzeptabel wäre. Deswegen nun auch das Ringen um mehr amerikanische Unterstützung für die knapp 80 Kilometer lange und rund 65 Kilometer weite Region. Obwohl derzeit der Irankrieg im Fokus steht, gehen die Verhandlungen um den russischen Angriffskrieg zwischen der Ukraine und den USA weiter. Laut ukrainischen Angaben leben derzeit etwa 190.000 im Donbas. Es gibt aber auch Berichte, dass sehr viele vor den Kämpfen inzwischen geflüchtet seien. Viel Infrastruktur ist zerstört, es gibt nur noch eine Kohlemine und Unternehmen der Kriegsindustrie. Die ukrainische Regierung besteht aber darauf, dass sie den Teil des Landes weiter verteidigen kann und nicht aufgeben oder abtreten wird.
akr
Source: stern.de