Mittwoch, 15. April 2026
Next Stop Rom: Mit dem neuen Standort setzt Nude Project die Expansion fort. Der neue Flagship-Store steht exemplarisch für eine Strategie, die Gestaltung, Markenbild und Standortbezug eng verzahnt.
Die Marke spinnt ihr Retailnetz weiter in Europa. Nach Eröffnungen in Amsterdam und Berlin im Laufe des vergangenen Jahres ist die spanische Premium-Streetwearbrand nun auch in Rom zu finden. Auch der neue Store folgt einer klaren gestalterischen Linie. Wiederkehrende Elemente wie runde Formen, markante Inszenierungen und integrierte Musiksysteme sorgen für Wiedererkennungswert. Zugleich passen die Konzepte sich über lokale Referenzen an den jeweiligen Ort an. Für den Entwurf zeichnet das spanische Architekturbüro El Departamento verantwortlich, das auch die anderen Standorte der Marke entworfen hat.
Raumfolge nach dem Prinzip Villa
Die rund 100m² große Fläche ist als Abfolge von Räumen organisiert – ganz so als streife man durch eine italienische Villa. Der Eingangsbereich („Il Cortile“) leitet in die zentralen Bereiche über. Es folgen Arbeits- und Ausstellungsflächen mit Kasse, gestaltet mit dunklen Hölzern und kuratierten Objekten.
Im hinteren Teil öffnet sich der Raum. Veranda und Speisezimmer bilden einen Bereich für Austausch und Interaktion mit Spieltischen und einem Angebot an feinen Weinen. Die Umkleiden bilden den Abschluss des Rundgangs.
Lokale Referenz: italienischer Sommer
Farben und Materialien erinnern an einen italienischen Sommer mit Türkis- und Blautönen, die auf Kalkstein und Nussbaumholz treffen. Ein Highlight: das Gewölbe mit Spiegelmosaik, das das Spiel von Licht und Bewegung im Raum verstärkt.
Hinzu kommen maßgefertigte Möbel sowie auffällige Installationen – wie die überdimensionalen Kirschen oder eine große Weinflasche im Schaufenster. Auch technische Elemente sind integraler Bestandteil des Konzepts, etwas als NFC-basiertes System, das den Zugriff auf das Weinangebot erlaubt.
Kunst als Teil des Konzepts
Kunst hat einen festen Platz in der Gestaltung mit ausgestellten Werken von Mago Dovjenko, Román de Castro und Iván Floro.