Immobilien: Mut zum Hauskauf

Der Irankrieg und die Ölkrise haben im Moment allerhand unerfreuliche Folgen für Verbraucher. Tanken wird teurer, das Heizen auch. Und auch die Bauzinsen sind gestiegen.
In der Immobilienbranche gibt es die Sorge, das zarte Pflänzchen Aufschwung am Häusermarkt könnte davon wieder erstickt werden.
Sicher ist: Für potentielle Hauskäufer wird die Finanzierung gerade wieder teurer. Schon zahlt man knapp vier Prozent Zinsen für Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung. In manchen Fällen liegen die Zinssätze sogar schon darüber. Die Hauspreise sinken zumindest so schnell nicht so stark, dass dies die höheren Zinsen ausgleicht.
Trotzdem sollten Leute, die ein Haus kaufen wollen, sich davon nicht abschrecken lassen. Warten ist nicht sinnvoll: Billiger dürfte die Finanzierung so schnell nicht werden. Wenn die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in nächster Zeit ändern sollte, dann sicher eher nach oben als nach unten.
Die Erschwinglichkeit von Immobilien wird jetzt stark davon abhängen, wie es mit den Löhnen und Einkommen in Deutschland weitergeht. Ein bisschen Lohnzurückhaltung wäre da vermutlich ganz vernünftig, damit aus der Ölkrise keine Inflationswelle wird. Dann müssen Hauskäufer allerdings gucken, wie sie die höheren Zinsen stemmen. Aber der Anstieg ist ja nun auch nicht dramatisch stark.
Nutzen kann man diese Entwicklung freilich, um als Käufer mit dem Verkäufer über den Preis zu feilschen. Ein bisschen geht immer.
Source: faz.net