Der Krieg in Zahlen: Wie schwergewichtig Iran getroffen wurde

Am 28. Februar begann am Golf einer der intensivsten Luftkriege der jüngeren Geschichte. Die Organisation Armed Conflict Location & Event Data (ACLED) hielt in den Tagen danach mehr als 3000 Ereignisse von Raketen-, Bomben- oder Drohnenangriffen gegen Iran fest, Teheran antwortete mit mehr als 1500 Gegenschlägen auf Israel, die Golfstaaten und andere Länder in der Region. Über die Hälfte der dokumentierten iranischen Angriffe wurde abgewehrt, die meisten von Amerika und Israel abgefeuerten Geschosse schlugen ein. Das geht aus den Daten von ACLED hervor, die der F.A.Z. vorliegen.

Die unabhängige, in den USA ansässige Organisation sammelt nahezu in Echtzeit weltweit Daten zu politischer Gewalt und stützt sich dabei auf lokale Netzwerke und Forscher, Medienberichte, Angaben von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen oder soziale Medien. Das Datenmaterial zum Irankrieg umfasst mehr als 6500 Einträge zu gegenseitigen Angriffen sowie zu Protesten in Iran, Gewalt gegen Zivilisten und anderen strategischen Entwicklungen. Die F.A.Z. hat mit einem KI-Assistenten die Daten gefiltert, gezählt und gruppiert sowie Trends im zeitlichen Verlauf identifiziert, um militärische Angriffe bis zum 16. April auszuwerten.

Die tatsächliche Zahl der Militärschlage dürfte höher liegen; die Forscher aktualisieren ihre Daten täglich und ergänzen sie mit neuen Erkenntnissen. ACLED hält zudem nur „Ereignisse“ fest, nicht den Einsatz einzelner Munition: So wird etwa ein Angriff mit mehreren Raketen oder eine mehrstündige Angriffsserie auf ein Ziel als ein Vorfall gewertet.

Laut Angaben der Organisation wurden bis zur vereinbarten Waffenruhe am 8. April alle 31 Provinzen Irans unter Beschuss genommen. Unter den Zielen befanden sich den Daten zufolge unter anderem die Revolutionsgarde sowie andere Militär- und Raketenstützpunkte, die Marine, die Rüstungsindustrie oder Nuklearanlagen. Dazu kommen gezielte Tötungen von politischen und militärischen Führungspersonen sowie Schläge gegen den Sicherheitsapparat. Die Forscher konnten viele der Zielobjekte allerdings nicht eindeutig identifizieren, eine vollständige militärische Auswertung ist derzeit nicht möglich.

Die Daten zeigen Israel als den mit Abstand militärisch aktivsten Akteur. Das Land konzentrierte sich den Forschern zufolge insbesondere auf Ziele in Teheran und Umgebung sowie Isfahan, operierte zu Kriegsbeginn aber auch massiv im Westen und dehnte seine Aktivität später nach Norden aus. Die USA fokussierten sich bei ihren Angriffen demnach auf den Süden. Das deutet auf eine vorab koordinierte operative Aufgabenteilung hin: maximale Abdeckung mit möglichst wenigen Überschneidungen. In rund 500 Fällen kann ACLED hingegen nicht zweifelsfrei zuordnen, ob die Angriffe von Amerika, Israel oder von beiden gemeinsam erfolgten.

Am 6. und 7. April notierte die Organisation mit jeweils rund 130 und 120 Angriffsereignissen in Iran die höchste Rate am Tag. In der Nacht zum 8. April verkündete der amerikanische Präsident Donald Trump eine zweiwöchige Waffenruhe. Danach ging die militärische Aktivität den Daten zufolge stark zurück; seit dem 9. April wurden nur noch vereinzelt Angriffe in der Region verzeichnet. Dabei handelte es sich demzufolge unter anderem um iranische Angriffe gegen kurdische Gruppen im Irak.

Die Feuerpause scheint also weitgehend gehalten zu haben, auch wenn die Lage in der Straße von Hormus angespannt bleibt: Am Wochenende beschoss Iran mindestens zwei Schiffe, nachdem es die Öffnung der Meerenge wieder zurückgenommen hatte; die USA enterten einen iranischen Frachter.

Was haben Amerika und Israel unter Beschuss genommen und welche Schäden verursacht? Ein Überblick.

Nuklearanlagen

Eines der Kriegsziele von Trump lautete, dass Teheran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. Amerika und Israel nahmen verschiedene iranische Nuklearanlagen ins Visier, einige davon mehrfach, wie die ACLED-Daten zeigen. Darunter den Taleghan-Komplex nahe Teheran. Satellitenbilder deuten auf schwere Schäden auf der Anlage hin. Israel bestätigte Angriffe am 12. März und begründete sie damit, dass Iran dort an „entscheidenden Fähigkeiten zur Entwicklung von Atomwaffen“ gearbeitet habe. Auf dem Standort sollen hochexplosive Sprengstoffe getestet worden sein.

Die israelische Armee erklärte, dass das Regime nach vorigen Angriffen auf den Komplex im Oktober 2024 „kürzlich“ mit dem Wiederaufbau begonnen habe. Tatsächlich berichtete das Institute for Science and International Security im vergangenen Jahr unter Berufung auf Satellitenbilder über laufende Bauarbeiten auf dem Komplex. Das amerikanische Forschungsinstitut wies jedoch darauf hin, dass es keine eindeutigen Beweise gebe, dass dort Atomwaffen entwickelt würden.

Ein Satellitenbild zeigt außerdem schwere Schäden am Schwerwasserreaktor Khondab in Zentraliran. Israel und Iran meldeten Angriffe auf die Anlage Ende März. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, dass der Reaktor nicht länger einsatzfähig sei. Von der israelischen Armee hieß es, dass sie dort „zentrale Infrastruktur zur Herstellung von Plutonium für Atomwaffen“ ins Visier genommen habe. Demnach soll das iranische Regime versucht haben, die Einrichtung wiederaufzubauen. Sie wurde bereits im Zwölftagekrieg 2025 angegriffen.

Offenbar am selben Tag wurde die einige Hundert Kilometer entfernt liegende Yellowcake-Produktionsanlage in der Provinz Yazd beschossen. Auch hier zeigt ein Satellitenbild mehrere zerstörte Gebäude. Laut der israelischen Armee wurde „zentrale Infrastruktur“ getroffen. Die Anlage sei „die einzige ihrer Art in Iran“, in der aus dem Boden gewonnene Rohstoffe aufbereitet würden, um sie später zur Urananreicherung zu verwenden. Dies sei ein „äußerst wichtiger Prozess“ für das iranische Atomprogramm. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte dagegen, dass Israel „zivile Nuklearanlagen“ angegriffen habe.

Die IAEA berichtete zudem von mehreren Angriffen in der Nähe des Kernkraftwerks Buschehr im Süden Irans. Demnach wurde es aber nicht direkt getroffen und der Reaktor selbst nicht beschädigt. Laut IAEA wurde bei einem Militärschlag am 18. März „Struktur“ etwa 350 Meter vom Reaktor entfernt zerstört. Satellitenbilder deuten zudem auf zwei zerstörte Luftverteidigungsstellungen hin. Von den iranischen Behörden hieß es, das Kernkraftwerk sei nach wie vor in Betrieb.

Auch die Atomanlage Natans, die bereits im Zwölftagekrieg angegriffen wurde, wurde abermals beschossen. Die IAEA stellte Anfang März Schäden an Eingangsgebäuden der dortigen Urananreicherungsanlage fest. Sie identifizierte aber keine Auswirkungen, die über die schweren Schäden aus dem Zwölftagekrieg hinausgingen. Am 21. März meldete Iran einen weiteren Angriff auf die Anlage; über zusätzliche Schäden wurde bislang nichts bekannt. Die IAEA stellte keinen Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes fest.

Die unterirdische Urananreicherungsanlage Fordow, die die Amerikaner im vergangenen Jahr massiv angegriffen hatten, wurde laut den ACLED-Daten im aktuellen Konflikt nicht beschossen. Demnach wurden iranischen Angaben zufolge aber israelische Aufklärungsdrohnen über dem Standort abgefangen.

Israel nahm auch wieder iranische Atomwissenschaftler ins Visier: Die Armee meldete Treffer gegen die „geheime Anlage Minzadehei“, die sich offenbar nordöstlich von Teheran befindet. Der Standort sei von einer Gruppe von Nuklearforschern genutzt worden, „die an der Entwicklung einer Schlüsselkomponente für Atomwaffen arbeiteten“. Auf Satellitenbildern, die den Komplex zeigen sollen, sind größere Einschlagskrater auf der offenbar hochgesicherten Anlage zu sehen.

Das iranische Nuklearprogramm wurde offensichtlich noch einmal zurückgeworfen. Das Regime dürfte seine Fähigkeiten zum Bau einer Atomwaffe aber weiterhin nicht komplett verloren haben. Das Land verfügt wohl noch über eine größere Menge an hoch angereichertem Uran. Das Nuklearforschungszentrum Isfahan, in dessen Tunnelkomplex die IAEA und Analysten einen großen Teil der Vorräte vermuten, wurde den ACLED-Daten zufolge nicht direkt getroffen, aber zwei umliegende Gebäude beschädigt.

Teile des Nuklearkomplexes wurden im Zwölftagekrieg an der Oberfläche zerstört. Laut der „New York Times“ wird die Anlage dauerhaft von amerikanischen Geheimdiensten überwacht, um auf eine mögliche Verlegung des Urans reagieren zu können.

Die iranischen Vorräte sind Kern der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Das Weiße Haus erklärte die Entfernung des Materials zu einer Priorität und sprach von einer „roten Linie“ Trumps. „Wir hoffen, dass dies durch Diplomatie geschieht“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.

Luftverteidigung

Schon früh im Krieg erklärten Amerika und Israel, die Luftüberlegenheit über Iran erlangt zu haben: Vereinzelte Videos zeigten amerikanische Kampfflugzeuge tief über iranische Städte fliegen. Für die Dominanz der US-Luftwaffe sprach auch, dass sie die großen und vergleichsweise langsamen Langstreckenbomber B-52 über dem Land einsetzte; sie sind anfälliger gegenüber der feindlichen Luftverteidigung als agilere Tarnkappenflugzeuge.

Bereits am ersten Kriegstag nahmen die USA und Israel gezielt Flugabwehr- und Radarstellungen ins Visier, wie auch die ACLED-Daten zeigen. Darunter eine wichtige Stellung in der Provinz Kermanschah im Westen Irans. Laut der israelischen Armee wurde dort ein modernes Abwehrsystem mit dem Codenamen SA-65 zerstört. Analysten des Fachportals „Army Recognition“ identifizierten es als die heimisch produzierte Khordad-3-Batterie. Diese war demnach Teil des Verteidigungsgürtels im Westen Irans, um Raketenstellungen, Luftwaffenstützpunkte oder Kommandoeinrichtungen im Landesinneren zu schützen.

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Die Daten von ACLED deuten darauf hin, dass die iranische Luftverteidigung auch im weiteren Kriegsverlauf mehr oder weniger kontinuierlich angegriffen wurde; die Forscher halten rund 100 entsprechende Ereignisse fest. Alle Stellungen konnten die Angreifer allerdings nicht ausschalten. Der amerikanische Generalstabschef Dan Caine sagte, dass 80 Prozent der Systeme zerstört worden seien. Fachleute wie Federico Borsari vom Center for European Policy Analysis gehen davon aus, dass einige iranische Abwehrbatterien noch in Tunneln oder Bunkern im ganzen Land versteckt sind. „Sie sind nicht unbedingt leichte Beute, da sie verlegt werden können“, sagte er der „New York Times“.

Dass Iran nach wie vor eine Bedrohung für amerikanische Kampfflugzeuge darstellen kann, zeigte sich nur wenige Tage vor Beginn der Waffenruhe: Die Luftverteidigung holte eine F-15E Strike Eagle vom Himmel. Laut Trump wurde sie von einem schultergestützten, wärmesuchenden Waffensystem getroffen: Die abgefeuerte Rakete sei „direkt vom Triebwerk angesaugt worden“. Während der spektakulären Rettungsaktion eines Bordmitglieds wurde eine A-10 Warthog angegriffen und beschädigt; der Pilot konnte nicht mehr sicher landen und musste sich außerhalb Irans mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug katapultieren.

Revolutionsgarde und Marine

Laut den ACLED-Daten handelte es sich bei knapp einem Fünftel der verzeichneten Offensivaktionen gegen Iran um Angriffe auf die Revolutionsgarde. Im Fokus lagen demzufolge Raketenstellungen, Marinestandorte, die Rüstungsindustrie, nachrichtendienstliche Einrichtungen, die Luftwaffe, Ausbildungsstätten oder die gezielten Tötungen von ranghohen Kommandeuren.

Iran unterhält zwei Marinen: Seestreitkräfte der Revolutionsgarde und die reguläre Flotte. Ein Großteil der Angriffe auf entsprechende Ziele wurde von den USA durchgeführt, wie aus den ACLED-Daten ersichtlich wird. Im Fokus lagen demzufolge Marinestützpunkte und Kriegsschiffe. Satellitenbilder zeigten starken Rauch über einem Hauptquartier in Bandar Abbas im Süden. Es bietet einen strategisch wichtigen Zugang zur Straße von Hormus.

Darüber hinaus zerstörte das US-Militär nach eigenen Angaben in der frühen Kriegsphase den „Drohnenträger“ Shahid Bagheri der Revolutionsgarde; es handelte sich um eine Abwandlung eines Flugzeugträgers für den Transport und Einsatz von unbemannten Fluggeräten.

Das Satellitenbild zeigt Rauch über dem Marinestützpunkt Bandar Abbas am 2. März.
Das Satellitenbild zeigt Rauch über dem Marinestützpunkt Bandar Abbas am 2. März.Reuters

Trump hatte die Vernichtung der gesamten iranischen Marine als ein Kriegsziel ausgegeben und dieses bereits mehrfach für erreicht erklärt. Hinsichtlich der regulären Flotte dürften die Amerikaner tatsächlich große Erfolge erzielt haben. Laut dem amerikanischen Generalstabschef Dan Caine wurde mehr als 90 Prozent von ihr zerstört; 150 iranische Schiffe seien gesunken. Die Angaben können von den ACLED-Daten weder bestätigt noch widerlegt werden, da sie keine präzisen Angaben zur Anzahl zerstörter Schiffe machen.

Satellitenbilder und Videos zeigten allerdings zahlreiche brennende Schiffe. Analysten hielten in der frühen Kriegsphase fest, dass es keine nennenswerten Anzeichen dafür gebe, dass Iran seine Flotte zerstreut oder anderweitig versucht, sie zu schützen: Die Kriegsschiffe befanden sich demnach an vorhersehbaren Positionen und waren ein leichtes Angriffsziel.

Die Marine der Revolutionsgarde verfügt allerdings auch über eine große Zahl an kleinen Schnellbooten. Sie können Minen auslegen und mit Maschinengewehren, Raketenwerfern oder anderen Waffen ausgerüstet werden. In der nur rund 50 Kilometer breiten Meerenge von Hormus könnten die wendigen Boote große Kriegsschiffe vor Probleme stellen. Caine gab zu, dass nur die Hälfte von ihnen zerstört wurde. Trump behauptete, dass die Schnellboote keine große Gefahr dargestellt hätten. Er warnte aber zugleich, dass sie „sofort eliminiert“ würden, wenn sie die derzeitige US-Seeblockade von iranischen Häfen zu stören versuchten.

Die Revolutionsgarde dürfte zwar militärisch stark geschwächt, aber nach wie vor kampffähig sein. Sie verfügt nun sogar offenbar über mehr politische Kontrolle innerhalb des geschwächten Regimes und dürfte nach wie vor in der Lage sein, Raketenangriffe durchzuführen.

Raketenstellungen

Ein Ziel Amerikas und Israels war es, das konventionelle iranische Raketenprogramm zu dezimieren. Die ACLED-Daten halten kontinuierliche Angriffe gegen eine Vielzahl von Raketenstellungen fest. Satellitenbilder zeigen unter anderem oberirdische Schäden am Stützpunkt Khorgu im Süden, am Standort Imam Ali im Westen, an der Basis Tabris im Nordwesten oder an der Anlage Yazd im Zentrum.

Iran verfügt allerdings über ein weitläufiges Netzwerk an unterirdischen Raketenanlagen, die auch als „Raketenstädte“ bezeichnet werden. Sie gelten als äußerst schwer zu zerstören, selbst mit mächtigen bunkerbrechenden Bomben der Amerikaner. So soll sich die „Raketenstadt“ des Stützpunktes Yazd 500 Meter unter der Erde befinden. Laut CNN wurden mindestens 77 Prozent von 107 ausgewerteten Tunneleingängen angegriffen, die zu unterirdischen Raketenstützpunkten führen.

Das Satellitenbild zeigt Schäden auf dem Stützpunkt Khorgu am 9. März.
Das Satellitenbild zeigt Schäden auf dem Stützpunkt Khorgu am 9. März.AP

Das Ausmaß der Schäden unter der Erde ist unklar. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte vorige Woche Medienberichte, wonach Iran seine verschütteten Raketen und Abschussrampen „ausgräbt“. Er sagte aber, dass das Regime nicht mehr in der Lage sei, neue zu produzieren. Mehr als 80 Prozent der Raketenindustrie wurde nach Militärangaben zerstört. „NBC News“ berichtete wenige Tage vor der Waffenruhe jedoch, dass mehrere unterirdisch gelagerte Raketenvorräte unbeschädigt geblieben seien.

Israels Armee vermutete das iranische Raketenarsenal vor Kriegsbeginn bei ungefähr 2500 Stück, andere Schätzungen gingen von weitaus größeren Zahlen aus. Ein israelischer Geheimdienstoffizier sagte kurz vor der Feuerpause, dass Iran noch über mehr als 1000 Raketen verfüge, die Israel erreichen könnten. Später hieß es von der Armee, dass niemand sicher wisse, wie viele noch übrig seien. Das „Wall Street Journal“ berichtete zuletzt unter Berufung auf Einschätzungen amerikanischer Geheimdienste von „Tausenden“ verbleibenden Raketen.

Auch von den iranischen Abschussrampen – Israel ging von ursprünglich circa 470 Stück aus – dürften viele noch intakt sein. Laut amerikanischen Medien wurde ungefähr die Hälfte von ihnen zerstört, Israels Armee spricht von 60 Prozent. Auch wenn die iranischen Angriffe im Vergleich zu den ersten Kriegstagen stark zurückgegangen waren, war das Regime bis zuletzt in der Lage, täglich Raketen auf Israel und die Golfstaaten abzufeuern.

Vollständig vernichtet, wie Trump mehrfach behauptet hatte, ist das iranische Militär demzufolge nicht. Am 22. April läuft die Waffenruhe aus. „Vielleicht“ werde er sie nicht verlängern, sagte der US-Präsident am Wochenende. Er sprach zugleich aber von „guten Gesprächen“ mit Teheran; am Montagabend sollte eine ranghohe amerikanische Delegation in Pakistan eintreffen. Ob sich Iran auf eine zweite Verhandlungsrunde einlässt, war unklar. Falls keine Einigung erzielt werde, drohte Trump, „müssen wir leider wieder damit anfangen, Bomben abzuwerfen“.

Source: faz.net