Irankrieg: Iran plant keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA


  • Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
  • Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.


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— UKMTO Operations Centre (@UK_MTO) April 18, 2026

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Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe, ein Blauhelmsoldat getötet

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Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist nach Angaben Frankreichs ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Die libanesische Armee und der Ministerpräsident des Landes, Nawaf Salam, teilten ebenfalls mit, dass es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben habe. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents.

Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte auf X mit, neben dem getöteten Soldaten seien drei weitere Blauhelme aus Frankreich verletzt worden. Macron zufolge deutet alles darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich ist. Der französische Präsident bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel.

Auf X verurteilte auch Salam den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an. Unifil sieht in dem Vorfall einen »vorsätzlichen Angriff auf Friedenstruppen«, die im Südlibanon Sprengkörper geräumt hätten. Die UN-Beobachtermission geht davon aus, dass der Beschuss von nicht staatlichen Akteuren ausging.

Indessen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben seit Beginn der Waffenruhe mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Diese hätten gegen die Waffenruhevereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär mit.

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Iran droht weiter mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus 

Die iranische Revolutionsgarde hat mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, die die Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. »Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden«, teilte die Revolutionsgarde mit. Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde »ins Visier genommen«.

Die Revolutionsgarde warnte alle Schiffe »jeglicher Art« davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.

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Hisbollah bleibt laut Milizchef trotz Waffenruhe einsatzbereit

Der Chef der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg der Miliz. Die Feuerpause wäre nicht ohne ihren Kampf im Südlibanon erreicht worden, sagte Kassim laut einer Mitteilung.
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, hieß es. 
Kassim zufolge sei die Hisbollah »vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht«.

Die libanesische Regierung hatte lange Zeit wenig bis gar keinen Einfluss auf die Aktivitäten der Hisbollah, hat den Druck unter Führung von Präsident Joseph Aoun aber erhöht.

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Iran sieht weiter große Differenzen bei Verhandlungen mit den USA

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, dass man zwar Fortschritte erzielt habe, es aber weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den USA und dem Iran gebe. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch »weit von einer endgültigen Einigung entfernt«.
Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf. »Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein«, sagte er. 

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Iran besteht auf »nukleare Rechte«

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich im Streit um das Atomprogramm des Iran gegen Forderungen der USA gestellt. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine »nuklearen Rechte« nicht ausüben, nenne aber ⁠kein Verbrechen, ​das dies begründe, sagte Peseschkian laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. »Wer ist er, dass ​er einer Nation ihre Rechte abspricht?«, zitierte ihn Isna.

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Vor wenigen Tagen hatte Trump angekündigt, vergrabenes angereichertes Uran aus dem Iran bergen zu lassen und in die USA zu bringen. Nach Angaben des US-Präsidenten hatte der Iran der Übergabe zugestimmt, ein Sprecher des iranischen Außenministeriums dementierte das jedoch.

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Streik in nordisraelischer Stadt aus Protest gegen Waffenruhe

Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah sind in der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze Menschen in einen Streik getreten. Laut dem israelischen Kan-Sender blieben in Kiriat Schmona die Stadtverwaltung und das Bildungssystem geschlossen. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

Die Streikenden fordern eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und einen besseren Schutz vor Raketen in dem Grenzort, besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gazakriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner Kirjat Schmona bereits verlassen. 

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Donald Trump bestätigt Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran

Um die Gespräche mit dem Iran fortzuführen, wird eine US-Delegation nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche nach Islamabad reisen. Seine Unterhändler würden die pakistanische Hauptstadt am Montagabend erreichen, schrieb Trump auf seiner Plattform. Angaben zu einer Zeitzone machte er allerdings nicht. Die Delegation wird aus US-Vizepräsident JD Vance und den Unterhändlern Steve Witkoff sowie Jared Kushner bestehen, teilte das Weiße Haus mit.

Der US-Präsident kritisierte außerdem mutmaßlich iranische Angriffe in der Straße von Hormus während der Waffenruhe, die offiziell bis Mittwoch gilt. Erneut drohte Trump dem Iran mit schweren militärischen Schlägen, sollte dieser nicht auf die US-Forderungen eingehen.

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Iran stoppt laut lokaler Nachrichtenagentur zwei Tanker in der Straße von Hormus

Die iranischen Streitkräfte sollen zwei Schiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert haben. Die unter den Flaggen von ​Botswana und Angola fahrenden Tanker seien nach ⁠Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die iranische ​Nachrichtenagentur Tasnim. 

Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA ‌gegen ⁠den Iran und spricht ​von einer unbefugten Durchfahrt.

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Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA offenbar ab

Die iranische Führung hat ein zweites Treffen mit Vertretern der US-Regierung laut staatlichen Medienberichten abgelehnt. Nach Angaben der Staatsagentur Irna wurde die Absage mit übertriebenen Forderungen der USA begründet. Weitere Gründe seien der »ständige Kurswechsel« der USA und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen. Die Umstände böten keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine informierte Quelle, dass der Iran Verhandlungen ablehne, solange die US-Marine an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhält. Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr von der US-Regierung, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen sollen.

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USA schießen laut Trump auf iranischen Frachter

Die US-Marine hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff Touska habe versucht, die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

Demnach habe der Frachter Aufforderungen zum Stoppen ignoriert, woraufhin ein US-Lenkwaffenzerstörer »ein Loch in den Maschinenraum gesprengt« habe. Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls lag zunächst nicht vor.

Mehr dazu lesen Sie hier:

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Berater sollen Trump laut Medienbericht von Krisensitzung ferngehalten haben

Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten Trump von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. Der Präsident habe »stundenlang« seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe.

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Peseschkian beklagt Schikane der USA bei Verhandlungen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Telefonat mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif von provokanten und illegalen Handlungen der USA gesprochen. Während bisheriger Verhandlungen und der aktuellen Waffenruhe habe die US-Regierung sein Land schikaniert und sich unangemessen verhalten, sagte Peseschkian nach einem Bericht der mit der iranischen Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan in dem Gespräch mit Sharif.

Die Aktionen und Drohungen der USA hätten das Misstrauen bei iranischen Verantwortlichen vertieft und Zweifel verstärkt, ob die USA es ernst meinten. Zudem bestehe die Sorge, dass die Vereinigten Staaten frühere Muster wiederholen und »Verrat an der Diplomatie« üben könnten.

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Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vor

Der Iran sieht durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes durch die USA im Golf von Oman die Feuerpause gebrochen. Das oberste ​Militärkommando kündigte Vergeltung für ‌die »Piraterie« an, ‌wie staatliche Medien berichten. ​Das Schiff sei auf ​dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach ‌dem US-Angriff ​hätten iranische Streitkräfte einige US-⁠Kriegsschiffe ​mit Drohnen ‌attackiert.

Das iranische Militär kündigte nach Angaben staatlicher Medien eine schnelle Reaktion auf die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA an. Die USA teilten mit, sie hätten das Schiff beschossen und beschlagnahmt, weil es nach mehrfachen Warnungen die Blockadelinie nahe der Straße von Hormus überschritten habe.

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Ölpreise steigen kräftig

Die Märkte reagieren auf die neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen ​asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf ⁠96,85 US-Dollar. Es deuteten sich zudem Verluste an den Börsen an. Hintergrund ist die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffs durch das US-Militär.

Damit kehrt sich an den Finanzmärkten die optimistische Stimmung von Freitag um. Es herrsche jedoch noch keine Panik, sagte ein Stratege der Handelsplattform Pepperstone. Der Großteil der Gewinne werde vermutlich wieder abgegeben.

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Lula nennt Irankrieg »Wahnsinn«

Bei der Eröffnung der Hannover Messe hat der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verurteilt. Er bezeichnete ihn als »Wahnsinn«.

Es sei im 21. Jahrhundert nicht hinnehmbar, dass Hunger, Analphabetismus und fehlender Zugang zu Elektrizität für Milliarden Menschen weiter ungelöst blieben, während zugleich 2,7 Billionen US-Dollar für Kriege ausgegeben würden

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»Wir erleben einen kritischen Moment in der globalen Geopolitik, geprägt von großen Paradoxa: Während Astronauten zum Mond fliegen, werden bei den Bombardements im Nahen Osten wahllos Frauen und Kinder getötet«, sagte der linksgerichtete Staatschef aus Südamerika.

Lula kritisierte nicht nur Trump, sondern alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium sei geschaffen worden, um Frieden zu sichern und eine Wiederholung des Zweiten Weltkriegs zu verhindern. Stattdessen erlebe die Welt heute so viele Konflikte wie nie seit 1945, und die Mächtigen schauten tatenlos zu. Man müsse die Staats- und Regierungschefs Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Emmanuel Macron sowie Keir Starmer fragen, wozu der Sicherheitsrat überhaupt diene, sagte Lula.

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Irans Außenminister wirft USA mangelnde Ernsthaftigkeit vor

Vor einer zweiten Verhandlungsrunde hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den USA mangelnde Ernsthaftigkeit vorgeworfen. Laut iranischen Staatsmedien bezeichnete er die Forderungen der USA und die Drohungen gegen iranische Schiffe und Häfen als "klare Zeichen" mangelnder Aufrichtigkeit der Vereinigten Staaten. Den Vorwurf soll Araghtschi in einem Telefonat mit dem pakistanischen Außenminister Ishaq Dar geäußert haben.

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Iran tötet zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel

Der Iran hat nach offiziellen Angaben erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung ​von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden ⁠Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad ​verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, schrieb das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. 

Sie sollen in diesem ‌Zusammenhang im ⁠Ausland, unter anderem in der ​irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten haben, hieß es. Sie seien unter anderem wegen »Feindschaft gegen Gott« und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. ​Das Oberste Gericht Irans habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, verlautete die Mitteilung weiter.

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Iran meldet mehr als 3.300 Tote seit Kriegsbeginn

Im Krieg mit Israel und den USA sind im Iran nach offiziellen Angaben bislang mehr als 3.300 Menschen getötet worden. Der Chef der iranischen Organisation für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi, sprach von mindestens 3.375 Toten. Laut der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan und anderen iranischen Medien sollen bis auf vier alle Toten identifiziert worden sein.

Eine Aufschlüsselung, wie viele der Toten Zivilisten waren und wie viele den Einsatzkräften angehörten, lieferte Masdschedi nicht. Er sagte lediglich, 2.875 der Toten seien männlich und 496 weiblich. 383 der Getöteten waren demnach Kinder und Jugendliche.

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Iran plant derzeit keine weiteren Verhandlungen mit den USA 

Der Iran bereitet derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA vor. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran gab an, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen.

Obwohl unsicher ist, ob die von US-Präsident Trump angekündigten Verhandlungen zustande kommen, begann Pakistan mit den Vorbereitungen für eine zweite Gesprächsrunde. Nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen wurden die diplomatischen Kontakte am Wochenende intensiviert, um eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und Iran so bald wie möglich sicherzustellen, möglicherweise morgen.

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China kritisiert Beschlagnahmung von iranischem Schiff durch die USA

China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers durch die USA kritisiert. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen Gemeinschaft, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun. »Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden«, sagte Guo in Peking.

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Kaum Bewegung in der Straße von Hormus

Mit drei Durchfahrten in den vergangenen zwölf Stunden ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus so gut wie zum Erliegen gekommen. Das zeigen Schifffahrtsdaten. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker Nero habe den Golf durch die Meerenge verlassen, wie aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Trackingdaten der Plattform Kpler hervorgeht. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.

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Israelische Angriffe treffen laut libanesischem Politiker 39 Dörfer

Seit Beginn der Waffenruhe im Libanon soll die israelische Armee nach Angaben eines libanesischen Politikers Angriffe in 39 Dörfern im Süden des Landes verübt haben. Ali Hassan Chalil, ein enger Vertrauter des libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri mit Verbindungen zur Hisbollah, sprach von Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes. Mehrere Wohnhäuser seien zerstört worden, was einem »klaren Kriegsverbrechen« gleichkomme, sagte Chalil. Das israelische Militär geht nach eigenen Angaben gegen die Infrastruktur der Miliz vor.

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Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hieß es in einer israelischen Erklärung. Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Das Land spricht von einer sogenannten »Sicherheitszone«, um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Die Raketenabschussrampe habe sich weiter nördlich davon befunden. Vertriebene Libanesen können derzeit nicht in die Gegend zurückkehren. Die Hisbollah verkündete am Morgen, gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee seien in der Nacht von Sprengsätzen getroffen worden, die die vom Iran unterstützte Miliz zu einem früheren Zeitpunkt in der Gegend platziert habe. 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Den beiden ⁠Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad ​verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, schrieb das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie sollen in diesem ‌Zusammenhang im ⁠Ausland, unter anderem in der ​irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten haben, hieß es. 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Er bezeichnete ihn als »Wahnsinn«.Es sei im 21. Jahrhundert nicht hinnehmbar, dass Hunger, Analphabetismus und fehlender Zugang zu Elektrizität für Milliarden Menschen weiter ungelöst blieben, während zugleich 2,7 Billionen US-Dollar für Kriege ausgegeben würden. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-20T02:43:40.000Z","dateModified":"2026-04-20T03:03:10.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sophia Boddenberg"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_682/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofpsrxQ7EoQ2kaY5JxV/mofqjH8M7EoQ2kaY5JxY.jpeg","caption":"Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva","creditText":"Martin Meissner/AP","uploadDate":"2026-04-20T02:43:40.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_320/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofpsrxQ7EoQ2kaY5JxV/mofqjH8M7EoQ2kaY5JxY.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Ölpreise steigen kräftig","articleBody":"Ölpreise steigen kräftigDie Märkte reagieren auf die neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen ​asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf ⁠96,85 US-Dollar. Es deuteten sich zudem Verluste an den Börsen an. Hintergrund ist die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffs durch das US-Militär.Damit kehrt sich an den Finanzmärkten die optimistische Stimmung von Freitag um. Es herrsche jedoch noch keine Panik, sagte ein Stratege der Handelsplattform Pepperstone. Der Großteil der Gewinne werde vermutlich wieder abgegeben.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-19T23:37:04.000Z","dateModified":"2026-04-19T23:37:04.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Ulrike Tschirner"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vor","articleBody":"Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vorDer Iran sieht durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes durch die USA im Golf von Oman die Feuerpause gebrochen. Das oberste ​Militärkommando kündigte Vergeltung für ‌die »Piraterie« an, ‌wie staatliche Medien berichten. ​Das Schiff sei auf ​dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach ‌dem US-Angriff ​hätten iranische Streitkräfte einige US-⁠Kriegsschiffe ​mit Drohnen ‌attackiert.Das iranische Militär kündigte nach Angaben staatlicher Medien eine schnelle Reaktion auf die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA an. 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Während bisheriger Verhandlungen und der aktuellen Waffenruhe habe die US-Regierung sein Land schikaniert und sich unangemessen verhalten, sagte Peseschkian nach einem Bericht der mit der iranischen Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan in dem Gespräch mit Sharif.Die Aktionen und Drohungen der USA hätten das Misstrauen bei iranischen Verantwortlichen vertieft und Zweifel verstärkt, ob die USA es ernst meinten. 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Seine Mitarbeiter hätten Trump von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. 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Das Schiff Touska habe versucht, die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.Demnach habe der Frachter Aufforderungen zum Stoppen ignoriert, woraufhin ein US-Lenkwaffenzerstörer »ein Loch in den Maschinenraum gesprengt« habe. Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls lag zunächst nicht vor. Mehr dazu lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-19T19:58:26.000Z","dateModified":"2026-04-19T23:11:25.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Luis Kumpfmüller"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-04/iran-usa-krieg-strasse-hormus-frachtschiff-beschuss","headline":"US-Marine beschießt laut Trump iranisches Frachtschiff","description":"Ein US-Kriegsschiff hat laut Donald Trump ein »Loch« in den Maschinenraum eines iranischen Frachters geschossen. 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Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. 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Susanne Ködel
Susanne Ködel

Israelische Angriffe treffen laut libanesischem Politiker 39 Dörfer

Seit Beginn der Waffenruhe im Libanon soll die israelische Armee nach Angaben eines libanesischen Politikers Angriffe in 39 Dörfern im Süden des Landes verübt haben. Ali Hassan Chalil, ein enger Vertrauter des libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri mit Verbindungen zur Hisbollah, sprach von Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes. Mehrere Wohnhäuser seien zerstört worden, was einem »klaren Kriegsverbrechen« gleichkomme, sagte Chalil. Das israelische Militär geht nach eigenen Angaben gegen die Infrastruktur der Miliz vor.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Kaum Bewegung in der Straße von Hormus

Mit drei Durchfahrten in den vergangenen zwölf Stunden ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus so gut wie zum Erliegen gekommen. Das zeigen Schifffahrtsdaten. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker Nero habe den Golf durch die Meerenge verlassen, wie aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Trackingdaten der Plattform Kpler hervorgeht. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.

Tom-Luca Freund
Tom-Luca Freund

China kritisiert Beschlagnahmung von iranischem Schiff durch die USA

China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers durch die USA kritisiert. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen Gemeinschaft, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun. »Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden«, sagte Guo in Peking.

Annika Benzing
Annika Benzing

Iran plant derzeit keine weiteren Verhandlungen mit den USA 

Der Iran bereitet derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA vor. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran gab an, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen.

Obwohl unsicher ist, ob die von US-Präsident Trump angekündigten Verhandlungen zustande kommen, begann Pakistan mit den Vorbereitungen für eine zweite Gesprächsrunde. Nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen wurden die diplomatischen Kontakte am Wochenende intensiviert, um eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und Iran so bald wie möglich sicherzustellen, möglicherweise morgen.

Iran lehnt weitere Friedensgespräche mit USA ab – kurz vor Ablauf der Waffenruhe
US-Präsident Donald Trump hat eine neue Gesprächsrunde bei den Verhandlungen zum Irankrieg in Pakistan angekündigt. Wie Trump auf seiner Plattform mitteilte, sollen US-Unterhändler am Montag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen. Wie bereits bei den ersten Verhandlungen sollen US-Vizepräsident JD Vance und die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner die US-Regierung in den Gesprächen vertreten. Das teilte das Weiße Haus mit. Alle drei waren auch bei der ersten Gesprächsrunde mit dem Iran in Islamabad dabei.

Der Iran hat ein zweites Treffen mit Vertretern der US-Regierung laut staatlichen Medienberichten abgelehnt. Nach Angaben der Staatsagentur Irna wurde die Absage mit übertriebenen Forderungen der USA begründet. Weitere Gründe seien der »ständige Kurswechsel« der USA und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen. Die Umstände böten keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen.

Mehr zum Thema finden Sie auf zeit.de:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/iran-krieg-usa-israel-liveblog?utm_medium=redpost&utm_source=youtube&utm_campaign=zeitde

Hinweis: Dieses Video ist Teil des Nachrichtenfeeds von Reuters. Reuters ist eine Nachrichtenagentur, die Medien mit selbst recherchierten und formulierten Meldungen zu aktuellen Ereignissen beliefert. Die Texte zum Video hier auf YouTube verantwortet das Videoressort der ZEIT.

Bildrechte Thumbnail: Jacquelyn Martin/Pool/Reuters

Explainer-Videos der ZEIT zu politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier:

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#iran #usa #jdvance #donaldtrump #diezeit

DIE ZEIT , youtube.com

Annika Benzing
Annika Benzing

Iran meldet mehr als 3.300 Tote seit Kriegsbeginn

Im Krieg mit Israel und den USA sind im Iran nach offiziellen Angaben bislang mehr als 3.300 Menschen getötet worden. Der Chef der iranischen Organisation für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi, sprach von mindestens 3.375 Toten. Laut der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan und anderen iranischen Medien sollen bis auf vier alle Toten identifiziert worden sein.

Eine Aufschlüsselung, wie viele der Toten Zivilisten waren und wie viele den Einsatzkräften angehörten, lieferte Masdschedi nicht. Er sagte lediglich, 2.875 der Toten seien männlich und 496 weiblich. 383 der Getöteten waren demnach Kinder und Jugendliche.

Annika Benzing
Annika Benzing

Weitere Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe 

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Landes angegriffen. Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hieß es in einer israelischen Erklärung.
Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Das Land spricht von einer sogenannten »Sicherheitszone«, um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Die Raketenabschussrampe habe sich weiter nördlich davon befunden. Vertriebene Libanesen können derzeit nicht in die Gegend zurückkehren. 
Die Hisbollah verkündete am Morgen, gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee seien in der Nacht von Sprengsätzen getroffen worden, die die vom Iran unterstützte Miliz zu einem früheren Zeitpunkt in der Gegend platziert habe. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, sie gehe dem nach.

Die Feuerpause war in der Nacht zum Freitag nach mehr als sechs Wochen Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon in Kraft getreten. 

Tom-Luca Freund
Tom-Luca Freund

Irans Außenminister wirft USA mangelnde Ernsthaftigkeit vor

Vor einer zweiten Verhandlungsrunde hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den USA mangelnde Ernsthaftigkeit vorgeworfen. Laut iranischen Staatsmedien bezeichnete er die Forderungen der USA und die Drohungen gegen iranische Schiffe und Häfen als „klare Zeichen“ mangelnder Aufrichtigkeit der Vereinigten Staaten. Den Vorwurf soll Araghtschi in einem Telefonat mit dem pakistanischen Außenminister Ishaq Dar geäußert haben.
Iranischer Außenminister Abbas Araghtschi
Iranischer Außenminister Abbas Araghtschi. Valentin Flauraud/AFP/Getty Images

Annika Benzing
Annika Benzing

Iran tötet zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel

Der Iran hat nach offiziellen Angaben erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung ​von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden ⁠Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad ​verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, schrieb das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. 

Sie sollen in diesem ‌Zusammenhang im ⁠Ausland, unter anderem in der ​irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten haben, hieß es. Sie seien unter anderem wegen »Feindschaft gegen Gott« und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. ​Das Oberste Gericht Irans habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, verlautete die Mitteilung weiter.

Sophia Boddenberg
Sophia Boddenberg

Lula nennt Irankrieg »Wahnsinn«

Bei der Eröffnung der Hannover Messe hat der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verurteilt. Er bezeichnete ihn als »Wahnsinn«.

Es sei im 21. Jahrhundert nicht hinnehmbar, dass Hunger, Analphabetismus und fehlender Zugang zu Elektrizität für Milliarden Menschen weiter ungelöst blieben, während zugleich 2,7 Billionen US-Dollar für Kriege ausgegeben würden

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Martin Meissner/AP
»Wir erleben einen kritischen Moment in der globalen Geopolitik, geprägt von großen Paradoxa: Während Astronauten zum Mond fliegen, werden bei den Bombardements im Nahen Osten wahllos Frauen und Kinder getötet«, sagte der linksgerichtete Staatschef aus Südamerika.

Lula kritisierte nicht nur Trump, sondern alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium sei geschaffen worden, um Frieden zu sichern und eine Wiederholung des Zweiten Weltkriegs zu verhindern. Stattdessen erlebe die Welt heute so viele Konflikte wie nie seit 1945, und die Mächtigen schauten tatenlos zu. Man müsse die Staats- und Regierungschefs Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Emmanuel Macron sowie Keir Starmer fragen, wozu der Sicherheitsrat überhaupt diene, sagte Lula.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Ölpreise steigen kräftig

Die Märkte reagieren auf die neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen ​asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf ⁠96,85 US-Dollar. Es deuteten sich zudem Verluste an den Börsen an. Hintergrund ist die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffs durch das US-Militär.

Damit kehrt sich an den Finanzmärkten die optimistische Stimmung von Freitag um. Es herrsche jedoch noch keine Panik, sagte ein Stratege der Handelsplattform Pepperstone. Der Großteil der Gewinne werde vermutlich wieder abgegeben.

Sophia Boddenberg
Sophia Boddenberg

Iran wirft USA Verletzung der Waffenruhe vor

Der Iran sieht durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes durch die USA im Golf von Oman die Feuerpause gebrochen. Das oberste ​Militärkommando kündigte Vergeltung für ‌die »Piraterie« an, ‌wie staatliche Medien berichten. ​Das Schiff sei auf ​dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach ‌dem US-Angriff ​hätten iranische Streitkräfte einige US-⁠Kriegsschiffe ​mit Drohnen ‌attackiert.

Das iranische Militär kündigte nach Angaben staatlicher Medien eine schnelle Reaktion auf die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA an. Die USA teilten mit, sie hätten das Schiff beschossen und beschlagnahmt, weil es nach mehrfachen Warnungen die Blockadelinie nahe der Straße von Hormus überschritten habe.

Sophia Boddenberg
Sophia Boddenberg

Peseschkian beklagt Schikane der USA bei Verhandlungen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Telefonat mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif von provokanten und illegalen Handlungen der USA gesprochen. Während bisheriger Verhandlungen und der aktuellen Waffenruhe habe die US-Regierung sein Land schikaniert und sich unangemessen verhalten, sagte Peseschkian nach einem Bericht der mit der iranischen Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan in dem Gespräch mit Sharif.

Die Aktionen und Drohungen der USA hätten das Misstrauen bei iranischen Verantwortlichen vertieft und Zweifel verstärkt, ob die USA es ernst meinten. Zudem bestehe die Sorge, dass die Vereinigten Staaten frühere Muster wiederholen und »Verrat an der Diplomatie« üben könnten.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian
Der iranische Präsident Massud Peseschkian. Shadati/dpa

Iven Fenker
Iven Fenker

Berater sollen Trump laut Medienbericht von Krisensitzung ferngehalten haben

Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten Trump von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. Der Präsident habe »stundenlang« seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe.

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

USA schießen laut Trump auf iranischen Frachter

Die US-Marine hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff Touska habe versucht, die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

Demnach habe der Frachter Aufforderungen zum Stoppen ignoriert, woraufhin ein US-Lenkwaffenzerstörer »ein Loch in den Maschinenraum gesprengt« habe. Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls lag zunächst nicht vor.

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Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA offenbar ab

Die iranische Führung hat ein zweites Treffen mit Vertretern der US-Regierung laut staatlichen Medienberichten abgelehnt. Nach Angaben der Staatsagentur Irna wurde die Absage mit übertriebenen Forderungen der USA begründet. Weitere Gründe seien der »ständige Kurswechsel« der USA und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen. Die Umstände böten keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine informierte Quelle, dass der Iran Verhandlungen ablehne, solange die US-Marine an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhält. Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan bezeichnete die iranische Seite als Teil einer amerikanischen »Medienkampagne«, um mit Schuldzuweisungen Druck auf den Iran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social behauptet, dass eine US-Delegation in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen würde. Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr von der US-Regierung, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen sollen.