China moniert „Spiel mit Feuer“: USA starten mit Verbündeten Militärmanöver im Südchinesischen Meer

China moniert „Spiel mit Feuer“USA starten mit Verbündeten Militärmanöver im Südchinesischen Meer

20.04.2026, 14:49 Uhr

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Japan nimmt erstmals aktiv an dem Manöver teil. (Foto: REUTERS)

Die USA und die Philippinen starten ein 19-tägiges Militärmanöver. Die Übung werde sich „letzlich gegen sie selbst richten“, warnt China. Wohl auch, weil sie so groß ausfällt wie nie zuvor.

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Südchinesischen Meer haben die Philippinen und die USA eines der größten gemeinsamen Militärmanöver ihrer Geschichte gestartet. An der 19-tägigen Übung beteiligen sich mehr als 17.000 Soldaten aus sieben Ländern. Sie trägt den Namen „Balikatan“, was in der philippinischen Sprache Tagalog „Schulter an Schulter“ bedeutet.

Manöver zu Land, zu Wasser und in der Luft werden trainiert. Geplant sind bis zum 8. Mai unter anderem scharfe Schießübungen, ein simulierter Angriff auf See sowie koordinierte Luftmanöver. Auch Streitkräfte aus Japan, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich nehmen teil.

China verurteilte die Übungen scharf und warnte die USA, Japan und die Philippinen: „Wir möchten die betroffenen Länder daran erinnern, dass ein blindes Bündnis im Namen der Sicherheit einem Spiel mit dem Feuer gleichkommt – und sich letztlich gegen sie selbst richten wird“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun.

Manöver findet teils in Nähe zu Taiwan statt

Japan ist erstmals aktiver Teil der Übungen: In der Vergangenheit war die Beteiligung auf humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz beschränkt. Nun sollen japanische Einheiten unter anderem bei einer simulierten maritimen Angriffsübung eine ausgemusterte Schiffseinheit mit Raketen beschießen, wie ein Sprecher des philippinischen Militärs sagte.

Japan verstand sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs als pazifistisches Land. In den vergangenen Jahren aber änderte sich die Stimmung, die neugewählte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi will Japans Militär kräftig aufrüsten, um in Asien ein Gegengewicht zum Machtstreben Chinas zu schaffen.

Die USA bezeichneten das Manöver als „eindrucksvollen Beweis“ für ihr Bündnis mit den Philippinen. Ein US-General erklärte, die Übungen – die bereits seit 1991 stattfinden – dienten dazu, „unter Einsatz modernster Systeme“ gemeinsame Fähigkeiten zu stärken und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen.

Die Manöver finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, die teilweise nahe Taiwan und teilweise nahe umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer liegen. China betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Auch kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht die rohstoffreiche Region größtenteils für sich und widerspricht damit dem Urteil eines Schiedsgerichts in der Sache.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa/AFP

Source: n-tv.de