Business-Ticker: Zahl welcher Baugenehmigungen legt kräftig zu

Zahl der Baugenehmigungen legt kräftig zu

Der deutsche Wohnungsbau spürt kräftigen Aufwind. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im Februar um 24,1 Prozent auf 22.200 Wohnungen, wie das Statistische ⁠Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Zeitraum von Januar bis Februar gaben die Behörden grünes Licht für den Bau von 41.700 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden. Das waren 16,2 Prozent mehr als von Januar bis Februar 2025. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator ‌für die zukünftige Bauaktivität.

Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft sieht die gestiegenen Zahlen dennoch nur als einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer: „Es bleibt die Frage, wie tragfähig der Aufschwung ist“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA), Aygül Özkan. Die Rahmenbedingungen für Investitionen blieben fragil. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Baukosten und weiterhin ‌teure Energiepreise belasteten die Projekte schon in der ‌Planungsphase. „Wer heute baut, geht nach wie vor erhebliche Risiken ein. Viele Projekte brauchen einen langen Atem unter den jetzigen Bedingungen“, sagte Özkan.

Der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, Jan-Marco Luczak, sieht den Abwärtstrend beim Wohnungsbau als gebrochen: „Der Bauturbo wirkt. Vertrauen kehrt zurück. Das sind ​gute Nachrichten“, sagte er. Mit dem sogenannten „Bau-Turbo“, einer Ende Oktober in Kraft getretenen Sonderregelung, können Kommunen auf die Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans verzichten, was schnelleren Wohnungsbau ermöglichen soll. Denn bei ⁠der Aufstellung ‌eines solchen Plans vergehen oft mehrere Jahre.