Pazifik: Zwei Tote nachdem weiterem US-Militärangriff im Pazifik

Bei einem US-Militärangriff auf ein Boot im Pazifik sind zwei Menschen gestorben. Das Boot sei „entlang bekannter Drogenschmuggelrouten“ unterwegs gewesen und am Drogenhandel beteiligt gewesen, teilte das Südkommando der US-Streitkräfte auf X mit. Beweise dafür wurden nicht genannt.

Es ist der zweite Tag in Folge, an dem das US-Militär Boote im Pazifik beschoss. An diesem Sonntag waren bereits zwei Boote angegriffen worden, wobei insgesamt fünf
Menschen starben. Eine Person hat laut US-Angaben überlebt.

Seit September 2025 ordnet die Regierung von US-Präsident Donald Trump Attacken auf Boote in Gewässern Lateinamerikas an, mit denen nach ihren Angaben Drogen geschmuggelt werden. Mit dem Angriff vom Montag sind bei solchen Angriffen bereits mindestens 170 Menschen getötet worden.

Trump zufolge sind die Angriffe nötig, um den Drogentransport in die USA zu unterbinden und Fälle tödlichen Drogenkonsums einzudämmen. Seine Regierung präsentierte bisher aber kaum Beweise, dass es sich bei den Getöteten um Drogenterroristen gehandelt hatte. Laut Behörden und Angehörigen waren einige von ihnen Fischer. Kritiker stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige Hinrichtungen ein.