„Fand es im Unterschied zu Julia Ruhs unfair“ – Neue „Klar“-Moderatorin verteidigt Format

Kurz vor ihrer TV-Premiere nimmt die neue „Klar“-Moderatorin Koch das Format der Sender BR und NDR in Schutz genommen. Insbesondere der Kritik an ihrer Vorgängerin Julia Ruhs habe es an Fairness gemangelt.

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Nach der Kritik am Reportage-Format „Klar“ hat dessen neue Moderatorin Tanit Koch die Sendung verteidigt. „Ich halte ‚Klar‘ für ein gutes journalistisches Format, das wir nun weiterentwickeln“, sagte sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Menschen würden schnell in Schubladen denken. „Und etwas ‚ein bisschen rechtsextrem‘ zu nennen, egal wie satirisch, nützt am Ende nur den echten Rechtsextremen.“ Insofern habe das der Debatte nicht geholfen – „und ich fand es auch Julia Ruhs gegenüber unfair“.

Die Auftaktsendung von „Klar“ im April 2025 im NDR hatte für breite Kritik gesorgt. In der damaligen Sendung zum Thema Migration hatte Moderatorin Julia Ruhs unter anderem über Gewalt im Zusammenhang mit Einwanderung berichtet. Dies stieß auf heftige Kritik.

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So äußerten rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NDR in einem internen Schreiben, dass journalistische Standards verletzt worden seien. Der NDR entschied, Ruhs nach den Pilotfolgen nicht weiter als Moderatorin einzusetzen, während der Bayerische Rundfunk (BR) an ihr festhielt.

Kochs erste Sendung trägt den Titel „Zielscheibe Polizei: Pöbeln, Hass und Gewalt“ und wird am Mittwoch um 22:00 Uhr im NDR und BR Fernsehen ausgestrahlt. Darin geht es um die Belastungen von Polizeikräften im Einsatz.

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„Die Polizei ist kein Querschnitt der Bevölkerung, das Anforderungsprofil an den Beruf ist sehr hoch, es fallen viele Bewerber durch“, bewarb Koch die Sendung vorab. Sie warnte auch: „Obwohl Polizeibeamte also über mehr Resilienz verfügen und dahingehend geschult werden, können physische Gewalt und verbale Attacken auf Dauer dennoch zu schweren Belastungsstörungen führen.“

dpa/doli

Source: welt.de