Traumtor in jener letzten Minute – Stuttgart folgt den Bayern ins Finale

Der VfB Stuttgart gewinnt ein dramatisches Halbfinale gegen den SC Freiburg. In der Verlängerung bringt ein Traumtor den Sieg. Im Endspiel um den DFB-Pokal wartet der FC Bayern.

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Der VfB Stuttgart fährt wieder nach Berlin. Mit einem packenden 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung gegen den SC Freiburg zog der favorisierte Titelverteidiger erneut ins Endspiel des DFB-Pokals ein und fordert am 23. Mai den übermächtig wirkenden FC Bayern heraus. In einem ebenso stimmungsvollen wie umkämpften Halbfinale gegen den Landesrivalen führten Deniz Undav (70. Minute) und Tiago Tomas (119.) den VfB zum Sieg.

Damit drehte der VfB nach dem 0:1 von Maximilian Eggestein (28.) die Partie. Unmittelbar vor dem Ausgleich von Undav hatte Yuito Suzuki das 2:0 für die Badener auf dem Fuß – nur 19 Sekunden lagen zwischen der riesigen Chance der Freiburger und dem erfolgreichen Konter der Schwaben, die kurz vor dem Ende der Verlängerung entscheidend jubeln durften.

„Ich bin einfach nur happy. Ich bin sehr froh, dass wir nicht ins Elfmeterschießen mussten. Auch für meine Nerven bin ich sehr froh, dass es so geklappt hat. Ein großes Kompliment an mein Team, aber auch an die Freiburger für ein tolles Spiel“, sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.

Im vergangenen Jahr hatten die Stuttgarter gegen Außenseiter Arminia Bielefeld den ersten Pokal-Triumph seit 28 Jahren gefeiert. Nun schreibt Hoeneß gleich das nächste Pokal-Erfolgskapitel mit dem VfB. Ins Endspiel geht der VfB diesmal aber als Außenseiter. Der FC Bayern hatte in seinem Halbfinale am Mittwochabend mit einem 2:0 in Leverkusen vorgelegt – und wirkt national fast unantastbar.

Für Freiburg auch nach dem Ausscheiden noch Titel möglich

Für den SC, der sein zweites Pokal-Finale nach 2022 verpasste, ist in einer bemerkenswerten Saison trotz des DFB-Pokal-Ausscheidens noch ein Meilenstein und der erste große Titel der Vereinshistorie drin: In den zwei Halbfinal-Duellen der Europa League mit Sporting Braga am 30. April und 7. Mai ist das Erreichen des Endspiels keinesfalls unmöglich.

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Freiburg tauchte als Erstes gefährlich vor dem Tor auf – und forderte sogleich Elfmeter. Mittelfeldakteur Eggestein kam beim Kontakt von Angelo Stiller ins Straucheln, für Schiedsrichter Tobias Welz war das für einen Pfiff zu wenig.

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Ausgangspunkt des 1:0 zehn Minuten später war eine Ecke, die die VfB-Defensive zentral klärte. Freiburgs Matthias Ginter bediente per Kopf Eggestein, der den Ball an VfB-Torhüter Alexander Nübel vorbei spitzelte.

Der VfB hatte bis dato keine Torchance. Erst in den Minuten vor der Pause zeigte der Gastgeber vielversprechende Offensivaktionen, doch Ermedin Demirovic, Jamie Leweling und Undav vergaben.

Stuttgarter dominant nach dem Seitenwechsel

Anders als in der teils zerfahrenen ersten Hälfte gewann das Baden-Württemberg-Duell nach dem Seitenwechsel immer mehr an Schwung. Angetrieben von ihren Fans drängten die Stuttgarter auf den Ausgleich, belohnten sich aber lange nicht. Als Stiller dann doch traf, fand der Treffer keine Anerkennung. Demirovic stand zuvor im Abseits.

Erst Undav ließ die Fans mit seinem Flachschuss ins linke Eck jubeln. Angesichts eines Chancenplus und zwei Pfostentreffern war der VfB näher dran am Sieg, doch Freiburgs Ersatz- und Pokal-Torhüter Florian Müller parierte mehrmals glänzend. Ein Freiburger Treffer von Lucas Höler zu Beginn der Verlängerung zählte nicht. Als es schon auf ein Elfmeterschießen hinauslief, entschied Tomas mit einer starken Aktion die Partie.

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Source: welt.de