Spritpreise: Wann Tanken am günstigsten ist

Eine Person beim Betanken eines Autos.

Stand: 21.04.2026 • 13:56 Uhr

Seit der 12-Uhr-Regel liegt das Preistief an Tankstellen kurz vor Mittag. Doch auch am Morgen lässt sich schon spürbar Geld sparen. Der ADAC sieht die Regel trotzdem kritisch.

Seit die 12-Uhr-Regel für Preiserhöhungen an Tankstellen gilt, tankt es sich nicht mehr abends, sondern am späten Vormittag am günstigsten. Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC sind Super E10 und Diesel kurz vor 12 Uhr im Schnitt rund 2,7 Cent pro Liter günstiger als im bundesweiten Tagesmittel.

Direkt nach dem Sprung um 12 Uhr ist E10 dagegen 6,5 Cent teurer als der Tagesschnitt, Diesel sogar 7,7 Cent.

Spritpreise am Morgen: So groß ist der Unterschied

Für viele Berufstätige ist allerdings ein Tankstopp kurz vor Mittag kaum machbar. Der finanzielle Nachteil hält sich laut ADAC aber in Grenzen, wenn stattdessen schon am Morgen getankt wird.

Bereits um 8.30 Uhr liegen die Preise demnach deutlich unter dem Tagesdurchschnitt: bei E10 um 1,7 Cent, bei Diesel um 1,4 Cent pro Liter. Im Vergleich zum Tanken auf den allerletzten Drücker kurz vor dem Mittagsanstieg macht das bei einer kompletten Tankfüllung weniger als einen Euro Unterschied aus.

Warum die Spritpreise nachts leicht steigen

Hinzu kommt: Auch nach dem Preissprung fallen die Preise im Tagesverlauf wieder recht schnell. Um 14 Uhr liegen sie nur noch 3,8 Cent bei E10 beziehungsweise 4,3 Cent bei Diesel über dem Tagesdurchschnitt. Gegen 18.15 Uhr liegen beide Kraftstoffsorten bereits wieder knapp darunter.

In der Nacht verändert sich an den Preisen kaum etwas. Zwar zeigen die Durchschnittswerte um 22 und 23 Uhr minimale Anstiege. Dahinter stecken laut ADAC jedoch keine verbotenen Preiserhöhungen. Vielmehr schließen nachts günstige Tankstellen und fließen nicht mehr in den Durchschnitt ein. Ab etwa 5 Uhr morgens beginnen die Preise dann wieder zu sinken, bis sie kurz vor 12 Uhr ihr Tagestief erreichen.

ADAC kritisiert die 12-Uhr-Regel

Der ADAC bewertet die seit 1. April geltende 12-Uhr-Regel nach den ersten Erfahrungen negativ. Aus Sicht des Verkehrsclubs hat sie das Tanken verteuert. Seit dem Start liege das Preisniveau im Verhältnis zu Ölpreis und Dollarkurs höher.

Die Mineralölkonzerne würden mit der einmaligen Erhöhung um 12 Uhr einen hohen Risikoaufschlag einpreisen, der im Tagesverlauf nur langsam abgebaut werde, kritisiert der ADAC. Zudem seien die Zeitfenster, in denen unter dem Tagesdurchschnitt getankt werden könne, kürzer geworden als im alten Modell.

Aktuelle Preise: Rückgang flacht ab

Bei den aktuellen Durchschnittspreisen zeigt sich zuletzt wenig Bewegung. Am Montag kostete ein Liter E10 im bundesweiten Schnitt 2,061 Euro und damit 0,2 Cent mehr als am Sonntag. Diesel lag bei 2,147 Euro pro Liter und damit 0,5 Cent niedriger als am Vortag.

Seit den Höchstständen rund um Ostern sind die Preise zwar deutlich gesunken, besonders bei Diesel. Zuletzt hat sich diese Entwicklung jedoch spürbar abgeschwächt.

Source: tagesschau.de