Sänger kämpfte lange Zeit gegen MS: Trauer um Alan Osmond

Abschied von einer Musikikone: The-Osmonds-Sänger Alan Osmond ist nach einem langen Kampf gegen MS im Kreise seiner Liebsten gestorben.
Der frühere Sänger der legendären Familienband The Osmonds, Alan Osmond (1949-2026), ist tot. Wie seine Familie gegenüber dem lokalen Fernsehsender KSL bestätigte, starb der Musiker am Montagabend im Kreise seiner Angehörigen, darunter Ehefrau Suzanne und acht Söhne, in Utah. Er war 76 Jahre alt. Osmond hatte im Jahr 1987 die Diagnose Multiple Sklerose (MS) erhalten. Die Todesursache gab die Familie zunächst nicht bekannt.
Familie würdigt die „positive Lebenseinstellung“ von Alan Osmond
Verschiedene weitere Medien wie „The Standard“ teilten ein Statement der Familie, in dem es hieß: „Seine positive Lebenseinstellung war für viele eine Inspiration, und er engagierte sich ehrenamtlich bei MS-Veranstaltungen, um Betroffenen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, wie sie mental und physisch mit dem Fortschreiten und der Behandlung der Krankheit umgehen können.“ Multiple Sklerose ist eine lebenslange Erkrankung, die Gehirn und Nerven betrifft.
Schon früh entdeckte Alan Osmond die Musik für sich. Bereits mit zwölf Jahren stand er auf der Bühne. Zunächst trat er mit seinen Brüdern Wayne, Merrill und Jay als Barbershop Quartett auf, später wuchs daraus die weltweit bekannte Formation The Osmonds mit weiteren Familienmitgliedern wie Donny und Jimmy. Ursprünglich traten sie auf, um Spenden für Hörgeräte für ihre älteren Brüder Virl und Tom zu sammeln. Den großen Durchbruch schafften die Osmonds durch Auftritte in der „Andy Williams Show“. Sie wurden zu einem Pop-Phänomen der 70er Jahre.
Alan Osmond prägte die Geschichte der Gruppe über Jahrzehnte wesentlich mit. Er galt als wichtiger Songwriter und Komponist der Familie und trug zu den Hits wie „One Bad Apple“ und „Crazy Horses“ bei. Ab 2007 trat er nur noch selten mit seinen Geschwistern auf, den letzten gemeinsamen Auftritt gab es im Oktober 2018 in Honolulu.
„Ich habe zwar MS, aber MS hat mich nicht!“
Auf der Bühne bemerkte der Musiker einst die ersten Symptome seiner Krankheit: Er konnte plötzlich seine Hand nicht mehr heben. Er nutzte seine Bekanntheit, um auf MS aufmerksam zu machen. Osmond gründete und leitete die gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsorganisation OneHeart Foundation. Sein Motto im Umgang mit der Krankheit lautete: „Ich habe zwar MS, aber MS hat mich nicht!“ Für sein Engagement wurde er auch mehrfach ausgezeichnet.
Mit Alan Osmond verliert die Familie ein weiteres Mitglied. Sein Bruder Wayne Osmond (1951-2025) starb am 1. Januar 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Krankenhaus in Salt Lake City an den Folgen eines Schlaganfalls.
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Source: stern.de