Angriffe werden die „Hölle“ pro USA und Israel, droht welcher Iran

In Luxemburg diskutieren heute die EU-Außenminister über den Iran-Krieg. Während Wadephul den Iran zu Verhandlungen aufruft, droht das Land den USA und Israel. Die Wiederaufnahme von Angriffen werde die „Hölle“. Mehr im Liveticker.

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Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Am Mittwoch läuft eine vereinbarte Waffenruhe aus. Die Blockade der Straße von Hormus wurde wieder aufgenommen.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

13:21 Uhr – Iran zeigt sich kriegsbereit: „Hölle“ für USA und Israel

Irans Militär zeigt sich vor dem Auslaufen der Waffenruhe bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen Israel und die USA. Das Militär sei einsatzbereit und werde sich nicht überraschen lassen, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, Sprachrohr der mächtigen Revolutionsgarden. Neue Ziele seien für eine Rückkehr zum Krieg identifiziert worden. Vom ersten Moment der Wiederaufnahme von Angriffen werde man eine „Hölle“ für die Amerikaner und Israelis schaffen, heißt es.

10:35 Uhr – Wadephul fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert den Iran auf, jetzt dringend die Verhandlungen ⁠mit den USA in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad fortzusetzen. Der Krieg müsse schnell beendet werden, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg. Zudem müsse die sichere Schiffspassage durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet sein, mahnt der Minister.

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10:31 Uhr – Staatsfernsehen: Noch keine iranische Delegation nach Pakistan aufgebrochen

Nach iranischen Angaben ist noch keine Delegation aus Teheran zu möglichen Friedensverhandlungen mit US-Vertretern nach Pakistan gereist. Gegenteilige Berichte seien falsch, heißt es im iranischen Staatsfernsehen. „Weder eine Haupt- noch eine Nebendelegation“ seien nach Islamabad aufgebrochen.

09:38 Uhr – Israel: Hisbollah-Chef wird „mit seinem Kopf bezahlen“

Der israelische Verteidigungsminister droht erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs. Naim Kassim werde „mit seinem Kopf bezahlen“, sagt Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag.

Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagt Katz nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“. Die Hisbollah habe Israel „im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen“ und werde dafür den Preis zahlen. „Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren“, sagt Katz demnach.

04:01 Uhr – EU-Außenminister diskutieren über Iran-Krieg

Die Außenminister der EU treffen sich am Dienstag in Luxemburg, um über den Iran-Krieg und die Lage in der Ukraine zu beraten (10.15 Uhr). Spanien hat zudem angekündigt, bei dem Treffen erneut die Aufkündigung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel zur Debatte zu stellen, dem es Verstöße gegen das Völkerrecht vorwirft. Der scheidende ungarische Außenminister Peter Szijjarto wird nicht an dem Treffen teilnehmen.

02:04 Uhr – Teheran will bei Wiederaufnahme des Krieges „neue Trümpfe“ ausspielen

Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge „neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld“ zur Verfügung. „In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen“, erklärte Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit Washington, am Montag im Onlinedienst X. Er bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere „keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“.

01:53 Uhr – Iran: Trump will Verhandlungstisch in „Kapitulationstisch“ verwandeln

Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schreibt auf X, Teheran akzeptiere keine Verhandlungen mit den USA unter Drohungen. US-Präsident Donald Trump versuche, den Verhandlungstisch in einen „Kapitulationstisch“ zu verwandeln, fügte er hinzu.

Montag, 20. April

21:50 Uhr – Iran nennt Hindernis für Gespräche – schließt sie aber nicht aus

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht – eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. „Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses“, sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. „Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden.“

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar appellierte an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Außenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäußert.

20:45 Uhr – Libanon meldet Verletzte nach israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben trotz einer geltenden Waffenruhe mehrere Menschen verletzt worden. Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatija im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen.

Seit vergangener Woche gilt nach mehr als sechs Wochen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

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In der aktuellen Vereinbarung heißt es, Israel soll zwar „offensive“ Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen, das Land darf sich jedoch gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

19:00 Uhr – Merz: Wohl nur Rutte und ich können noch gut mit Trump reden

Bundeskanzler Friedrich Merz geht nach eigenen Worten davon aus, dass er zu den wenigen Personen in Europa gehört, die noch offen mit US-Präsident Donald Trump reden können. „Wahrscheinlich sind (Nato-Generalsekretär) Mark Rutte und ich zurzeit die einzigen, die relativ vertrauensvoll und gut mit ihm sprechen können“, sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin.

„Andere haben, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht mehr Probleme mit ihm.“ Er versuche, ein ​gutes persönliches Verhältnis zu erhalten. Trump sei nun einmal US-Präsident. „Und der deutsche Bundeskanzler muss mit jedem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, vernünftig auszukommen.“ Er habe Zugang zu Trump – „jedenfalls, wenn die Türen geschlossen sind und die Presse nicht mehr dabei ist, wird es besser. Aber es ist immer noch nicht gut. Es ist halt schwierig.“

18:57 Uhr – Merz: Es gibt Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht einen Hoffnungsschimmmer im Iran-Krieg. „Die Lage bleibt angespannt, gerade auch im Mittleren und Nahen Osten“, sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin. „Die Ereignisse der letzten Stunden lassen uns nicht ohne Hoffnung bleiben, dass es vielleicht doch zu einem baldigen Ende kommen könnte.“ Die Auswirkungen dieses Krieges auf Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hingen maßgeblich ​von seiner Dauer und seiner Intensität ab.

18:30 Uhr – Trump: Verlängerung von Waffenruhe „höchst unwahrscheinlich“

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der in der Nacht zum Mittwoch MESZ auslaufenden Waffenruhe mit dem Iran durch ihn als „höchst unwahrscheinlich“ bezeichnet. Die für den globalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus werde so lange blockiert, bis es ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zum Krieg gebe, sagte Trump am Montag Bloomberg News.

17:43 Uhr – Vance noch nicht auf dem Weg nach Pakistan

US-Vizepräsident J.D. Vance ist nach Angaben eines Insiders noch nicht nach Pakistan aufgebrochen, da die Aussichten auf eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran weiterhin unklar sind. Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Vance werde in einigen Stunden in Pakistan sein. Die „New York Post“ hatte berichtet, dass Vance, der Gesandte des Weißen Hauses Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner auf dem Weg zu den Gesprächen seien.

AP/AFP/Reuters/dpa/ceb/krö/doli/sebe/jmr

Source: welt.de