Rechtspopulismus: Die Wut-Wonne dieser Rechtspopulisten ist vorbei

Wenn die politische Analyse
dahin strebt, wo die Wünsche liegen, dann, ja dann ist äußerste Vorsicht
geboten. Auf der anderen Seite richten sich Liberale, Linke, Konservative,
überhaupt die ganze Mitte bereits routiniert in der Resignation ein: Der
Aufstieg der Rechten sei traurig, aber eben unabänderlich. Darum sollte nach
diesem Wochenende der Niederlagen von Donald Trump (in Islamabad) und Viktor Orbán (in Budapest) zumindest mal das Kinn gehoben werden: Es könnte ernstlich,
wirklich und tatsächlich sein, dass der Vormarsch der radikalen Rechten keine
Naturgewalt ist; dass sie durch ihre eigenen Widersprüche nicht mehr
hindurchtänzeln können; dass sie nicht so allmächtig sind, wie es schien; dass ihre
Gegner endlich ein paar Gegenmittel gefunden haben.