Gestrandeter Wal: Eine zunehmend seltsame Rettungsaktion

Es ist zwölf Uhr mittags, Boote schieben eine
Plattform mit einem Bagger durch die Poeler Bucht auf den gestrandeten
Buckelwal zu. In knapp 20 Metern Entfernung drosseln sie das Tempo. Arbeiter
lassen ein grünes Netz in die Ostsee gleiten, darüber spannt sich eine blaue
Plastikplane. Auf Poel beginnt die entscheidende Phase einer umstrittenen
Rettungsaktion.

Kurz darauf nähern sich Männer auf SUP-Boards.
Taucher steigen ins Wasser. Parallel bereiten die Helfer den nächsten Schritt
vor: Unterwasserstrahler sollen den Wal aus dem Schlick lösen, später sollen
Luftkissen ihn anheben. Ein Netz soll unter den tonnenschweren Körper
hindurchgeführt und ihn anschließend an einer Pontonkonstruktion sichern. So entsteht eine Art Walbett – es soll die Grundlage sein für den
Transport des Wals in Richtung Atlantik.