US-Regierung unter Donald Trump: Papst Leo XIV. will keine weitere Auseinandersetzung mit Donald Trump
Papst Leo XIV. will sich nach eigenen Worten nicht auf eine weitere Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump einlassen. Es liege »überhaupt nicht in meinem Interesse«, mit Trump über den Irankrieg zu streiten, sagte der Pontifex. Er werde jedoch weiter die christliche Botschaft des Friedens predigen.
Es habe ein bestimmtes Narrativ gegeben, das nicht in allen Punkten zutreffend gewesen sei, sagte der Papst. Ausgelöst worden sei dies durch Kommentare des US-Präsidenten. Vieles, was danach geschrieben worden sei, sei eher ein Kommentieren von Kommentaren gewesen und ein Versuch, Gesagtes zu deuten. »Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen. Das liegt überhaupt nicht in meiner Absicht.«
Trump hatte zuvor wütend auf eine Forderung des Papstes reagiert, die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine zu beenden. Dabei hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche eine »Wahnvorstellung der Allmächtigkeit« kritisiert, die den Krieg gegen den Iran und andere Konflikte weltweit befeuere. Zudem bezeichnete der Papst die Androhung Trumps, im Iran eine ganze Zivilisation auszulöschen, als absolut inakzeptabel.
Trump behauptet Zuwendung des Papstes zur radikalen Linken
Der US-Präsident unterstellte dem katholischen Kirchenoberhaupt
daraufhin Nachsichtigkeit gegenüber Kriminalität und eine Zuwendung zur
»radikalen Linken«. Zudem warf Trump dem Papst eine »schreckliche«
Außenpolitik vor und behauptete, der in den USA geborene Leo
sei primär deshalb Papst geworden, weil man sich im Vatikan gedacht
habe, dass das für den Umgang mit dem US-Präsidenten hilfreich sei.
»Ich habe keine Angst vor der
Trump-Regierung«, sagte Leo XIV. in Reaktion darauf. Später sprach er, ohne einzelne Politiker beim Namen
zu nennen, von einer »Handvoll Tyrannen, die die Welt zerstören«. Dies
wurde vielfach miteinander in Zusammenhang gebracht.