Deutschland-Liveblog: Grüne kritisieren neue Militärstrategie

Reservisten der Bundeswehr sind bislang nicht verpflichtet, an Wehrübungen teilzunehmen. Sie müssen ebenso wie ihre Arbeitgeber ihre Zustimmung zu einer Wehrübung geben. An diesem Freiwilligkeitsprinzip gibt es schon länger Kritik.

Ernst plädiert dafür, das Prinzip der Freiwilligkeit auf Seiten der Arbeitgeber aufheben. „Sie sollten kein Einspruchsrecht haben, wenn Reservisten zu Übungen eingezogen werden sollen. Die Reservisten selbst sollten wir aber nicht zwingen“, sagte er.

Die Bundeswehr soll bis 2035 auf mindestens 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 Reservisten anwachsen. Diese Reserve soll wesentlich aus den Männern und Frauen aufgebaut werden, die den neuen Wehrdienst leisten, für den seit Jahresbeginn die gesetzlichen Grundlagen da sind.

Wie viele Reservisten es aktuell gibt, ist laut Ernst derzeit unklar. Bekannt sei, dass acht bis neun Millionen Menschen bei der Bundeswehr gedient hätten und rund 60.000 Reservisten beordert, also von der Bundeswehr fest eingeplant und damit schnell verfügbar seien. Der Reservistenverband habe etwa 110.000 Mitglieder. „Aufgabe der neuen Wehrerfassung wird es jetzt sein, die Zahl genau zu erfassen.“ 

Source: faz.net