Gesundheitsministerin Nina Warken hat erste Entscheidungen zur geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Grundlage sind 66 Vorschläge einer Expertenkommission, mit denen bis zu 42 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Hintergrund ist ein erwartetes Defizit der Krankenkassen von rund 15 Milliarden Euro. Nina Warken kündigte »tiefgreifende Reformen« an, betonte jedoch, dass ein Gesamtpaket angestrebt werde. Ziel ist es, die Finanzierung zu stabilisieren und die Ausgaben stärker zu begrenzen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte zuvor vorgeschlagen, die Zahl der Krankenkassen von 93 auf zehn zu reduzieren, um Verwaltungskosten zu senken. Was mit der Reform in Zukunft auf gesetzlich Versicherte zukommen könnte, analysiert Carla Neuhaus, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Staatsbesuch nach Berlin eingetroffen. Begleitet wird er von mehreren Ministerinnen und Ministern zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit über 20 Jahren. Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj haben dabei eine »strategische Partnerschaft« zwischen beiden Ländern angekündigt. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft, Wiederaufbau und Kultur. Im militärischen Bereich wurde eine verstärkte Kooperation vereinbart, etwa beim Austausch von Gefechtsdaten und der Entwicklung neuer Waffensysteme. Außerdem signalisierte Merz seine Unterstützung für einen EU-Beitritt der Ukraine.
Außerdem im Update: Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wollen beide Seiten erstmals seit Jahrzehnten Gespräche führen. Geplant ist ein Treffen in Washington zwischen der libanesischen Botschafterin, dem israelischen Botschafter und US-Außenminister Marco Rubio. Israel fordert vor allem die Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung hat jedoch nur begrenzten Einfluss auf die Miliz, die politisch und militärisch eigenständig agiert und Unterstützung aus dem Iran erhält. Wie aussichtsreich die Gespräche sind, ordnet ZEIT-Korrespondentin Stella Männer ein.
Ein spanisches Gericht auf Mallorca hat sich im Fall der Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen für nicht zuständig erklärt. Die Ermittlungen sollen an die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe abgegeben werden. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Zur Begründung führte das Gericht an, dass die wesentlichen Taten mutmaßlich in Deutschland stattgefunden haben oder sich dort ausgewirkt hätten.
Und sonst so? Ein Fahrrad zur Verlobung.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.