Liberale-Parteivorsitz: Von zwei uff zehn Prozent: Kubickis Kampfansage zu Händen die Liberale


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Wolfgang Kubicki will die FDP aus der Krise holen. Die Messlatte für seinen Erfolg setzt er hoch. Wie sein Plan für die Rettung der Partei aussieht.

„Wenn wir im Mai nächsten Jahres in Umfragen immer noch bei zwei Prozent stehen, dann kann auch Wolfgang Kubicki nicht mehr helfen“, sagte der FDP-Vize der „Welt am Sonntag“. Ende Mai kandidiert er auf dem Parteitag für den Vorsitz, zunächst für ein Jahr.

Kurzfristiges Ziel: zurück an die Fünf-Prozent-Hürde

Schritt eins sei, „die FDP nach einem Jahr bitterböser Bedeutungslosigkeit wieder in die Nähe von fünf Prozent zu heben“, sagte Kubicki. Langfristig hat der 74-Jährige deutlich größere Ambitionen: Bei den Bundestagswahlen 2017 und 2021 habe die FDP 10,7 und 11,4 Prozent geholt. „Ein Anspruch darunter ist für einen Kampfsportler wie mich kein wirklicher Anspruch.“

Das Grundproblem der Partei sieht er bei der Sichtbarkeit: Die Menschen würden die Partei seit über einem Jahr gar nicht mehr wahrnehmen. Wahrnehmbarkeit sei aber die Voraussetzung dafür, dass man Menschen überhaupt erreichen könne. Seit er seine Kandidatur erklärt habe, so Kubicki, habe die FDP „mehr Medienpräsenz als im gesamten letzten Jahr zusammen.“

Kubicki über Gegenkandidat Höne 

Gleichzeitig ging Kubicki seinen Gegenkandidaten Henning Höne, den FDP-Landeschef von Nordrhein-Westfalen, offen an: „Wenn ich glauben würde, dass mein Gegenkandidat Henning Höne genauso schnell in der Lage wäre wie ich, die FDP auf Bundesebene wieder präsent zu machen, dann würde ich sagen: Mach es. Aber sein Bekanntheitsgrad ist noch nicht ausreichend.“ Im Erfolgsfall wolle er Höne als seinen Stellvertreter vorschlagen. 

Inhaltlich will Kubicki dafür streiten, dass die Menschen in Deutschland „eine Mentalität entwickeln, in der wir stolz auf Erfolge sind, statt ihn zu neiden“. Wichtige Themen seien zudem Bildung, die Verteidigung des Rechtsstaats sowie der Schutz von Familie und Eigentum. Beides sei im Grundgesetz besonders geschützt. Vorhaben wie die Abschaffung des Ehegattensplittings oder eine höhere Erbschaftssteuer seien deshalb „rechtlich wie politisch ein Riesenproblem“.
 

AFP

axp

Source: stern.de