Irankrieg: Britische Behörde: Iranische Boote schießen hinaus Tanker in Straße von Hormus

Eigentlich war Donald Trump guter Dinge, was die Verhandlungen mit dem Iran anging. Alle warteten auf einen neuen Termin für Gespräche zwischen den Kriegsparteien. Doch dann schließt Teheran die Straße von Hormus wieder. Jetzt gibt es viele Fragezeichen. Antworten auf wichtige Fragen: 
Wie reagiert Trump?
Der Iran macht die USA für die Kehrtwende verantwortlich, weil sie an der Seeblockade festgehalten haben. Natürlich ist naheliegend, dass Trump den Iran seinerseits mit Vorwürfen überzieht, wie er es im Laufe des Krieges immer wieder gemacht hat. Trump hat für heute (15 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt.

Kommt es jetzt überhaupt zur nächsten Verhandlungsrunde?

Eigentlich warteten alle gerade nur noch auf die Verkündung eines Termins der nächsten Runde. Eine Vermutung war, dass die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen könnten. Dort laufen jedenfalls die Vorbereitungen. Aus dem Weißen Haus verlautete zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, der Iran habe eine Teilnahme an einer zweiten Runde noch nicht zugesagt. 

Bleibt die Waffenruhe bestehen?

Die bislang vereinbarte Waffenruhe läuft planmäßig am Mittwoch aus. Sie galt bereits als wackelig, weil sich Washington und Teheran gegenseitig beschuldigten, sich nicht an Absprachen zu halten. Trump warf den Iranern vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten, weil die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht unmittelbar wieder hergestellt wurde. Die Iraner machten dafür eine Feuerpause im Libanon zur Bedingung, die mittlerweile in Kraft getreten ist. Trotz allem blieben die Kampfhandlungen eingestellt. 

Gibt es Unstimmigkeiten zwischen politischer Führung und Militär im Iran?
Die Frage stellt sich, war es doch der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, der eine Öffnung unter Auflagen verkündete – und das Militär nahm diese Zusage nur einen Tag später wieder zurück. Viele Iran-Experten gehen davon aus, dass die Revolutionsgarden der eigentliche Machtfaktor im Land sind. Dafür spricht auch, dass die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars auf Distanz zu Außenminister Arghtschi ging. Normalerweise hat der Revolutionsführer in der Außen- und Sicherheitspolitik das letzte Wort. Von Modschtaba Chamenei gibt es aber seit seiner Ernennung am 8. März keine Audio- oder Videoaufnahmen. Niemand weiß, wie sein Gesundheitszustand ist. 

Source: stern.de