Los Angeles: FBI nimmt Geschäftsfrau stramm – sie soll Waffen für jedes Mullahs gehandelt nach sich ziehen

Aus den Vereinigten Staaten vermittelte eine iranische Geschäftsfrau mutmaßlich Waffendeals für das Mullah-Regime. Das FBI nimmt sie fest. Nun droht ihr eine lange Haftstrafe.
Am Flughafen von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien hat das FBI am Samstagabend eine 44-jährige Geschäftsfrau namens Shamim Mafi festgenommen. Sie habe von dort einen Flug in die Türkei nehmen wollen, hieß es. Ihr wird vorgeworfen, im Auftrag des Mullah-Regimes Waffen gehandelt zu haben.
Sie habe den Verkauf von „Drohnen, Bomben, Bombenzündern und Millionen Schussmunition“ vermittelt, schrieb der erste stellvertretende Staatsanwalt der USA, Bill Essayli, auf X. In dem Post ist auch ein Bild der Festnahme Mafis zu sehen. Die von ihr gehandelten Waffen wurden demnach im Iran hergestellt und an den Sudan verkauft. Laut Essayli droht der Frau im Fall einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren.
<script async data-src=“https://platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>
An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte von Twitter / X integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
Ermittler der US-Bundesbehörden werfen Mafi vor, als Stellvertreterin des iranischen Geheimdienstes in Los Angeles tätig gewesen zu sein. Sie soll dort eine Scheinfirma gegründet und als Vermittlerin zwischen dem Mullah-Regime und Abnehmern von Waffen fungiert haben.
Mafi ist eine iranische Staatsbürgerin, die im Jahr 2016 offenbar eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung („Greencard“) in den USA erhielt. „Jeder, der gegen die Sanktionsgesetze der Vereinigten Staaten verstößt, wird vom Justizministerium (DOJ) mit aller Härte strafrechtlich verfolgt“, schrieb Essayli in einem weiteren X-Post. „Großartige Arbeit von @FBILosAngeles und den Bundesstaatsanwälten in meiner Behörde.“
Waffenverkäufe in Millionenhöhe für den Iran?
Bei den mutmaßlichen Verkäufen soll es sich unter anderem um ein Geschäft für Drohnen im Wert von 70 Millionen US-Dollar (ungefähr 60 Millionen Euro) handeln, wie laut BBC aus Gerichtsakten hervorgeht. Mafi soll den Drohnendeal und einen Verkauf von 55.000 Bombenzündern an das sudanesische Verteidigungsministerium eingefädelt haben.
Im Sudan tobt seit 2023 ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF). Der Krieg hat in dem Land eine humanitäre Krise ausgelöst.
lw
Source: stern.de