Endlich Freitag: Ölpreise, Katzen und internationales Theater
Wir beobachten die steigenden Ölpreise und fragen, warum die Regierung nicht handelt, spielen mit digitalen und realen Katzen und verlosen Tickets für das Internationale Theater Festival FIND
Hallo,
schon wieder gehen die Preise für Benzin durch die Decke. Schon wieder zeigt sich, was wir eigentlich längst wissen: Unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen ist ein Problem, das uns immer häufiger gewaltig auf die Füße fällt.
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Aufgabe der Politik wäre es eigentlich, diese Abhängigkeit zu verringern. Doch die Merz-Regierung denkt gar nicht daran, auf Veränderung zu setzen.
Lediglich ein Entlastungspäckchen wurde beschlossen, das,wie Maurice Höfgen schreibt, wahrscheinlich fast wirkungslos verpuffen wird. Nur dem Tankrabatt kann er etwas Positives abgewinnen, immerhin hilft der ja tatsächlich auch denjenigen, die wirklich auf das Auto angewiesen sind.
Aber dem Paket fehlen eben Anreize, das Auto dort, wo es geht, stehenzulassen und es den Leuten schmackhaft zu machen, das auch langfristig zu tun. Was es dafür braucht, ist ein Umdenken in der Planung städtischer Infrastruktur.
Vorbilder gibt es längst: DieNiederlandeoder auchPariszeigen, wie wunderbar Großstädte sein können, die auf das Rad statt auf das Auto setzen. Und, ich bin zwar keine Ökonomin, aber je mehr Menschen auf das Auto verzichten, desto besser ist es auch für diejenigen, die wirklich ohne Auto nicht vom Fleck kommen, oder?
Zu Romy Straßenburgs Fahrrad-Tour durch Paris ➜
1. Heute wichtig
2. Made My Day
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➜ Ein Tag voller Katzen: In meinem Versuch, herauszufinden, welche KI Guardian-Texte am besten übersetzt, habe ich das französische LLM von Mistral ausprobiert. Name? „Le Chat“, zu Deutsch die Katze. Als großer Katzenfan habe ich mich so sehr über die spielerische Namensgebung gefreut, dass ich fast darüber hinwegsehen kann, dass man mit dieser Katze nur spielen, sie aber nicht streicheln kann.
Wer aber wieder Streicheleinheiten bekommt, ist Lucky. Eine Kollegin druckte gestern Vermissten-Plakate für eine Freundin aus, deren Katze entlaufen war. Gestern Abend kam dann die Nachricht: Sie ist wohl und munter wieder zu Hause aufgetaucht. Ob sie wohl „Le Chat“ nach dem Weg gefragt hat?
3. Kultur-Tipp
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➜ Gut zu sehen: Einmal jährlich findet das FIND Festival für Internationale Neue Dramatik statt. Vom 16. bis 26. April gibt es deshalb wieder innovative Theaterproduktionen von Amerika bis Skandinavien an der Berliner Schaubühne zu sehen.
Thematisiert werden Klima- und Umweltveränderungen, aber auch Rassismus gegen Schwarze in Brasilien. Wer Lust hat hinzugehen: Der Freitag verlost noch bis morgen zweimal zwei Tickets für Arv og miljø am 17. April. Die norwegische Regisseurin Vigdis Hjorth hat den gleichnamigen Roman über einen Erbstreit für die Bühne adaptiert. Für die Teilnahme einfach eine Mail schreiben an: verlosung@freitag.de
Und wer dann noch nicht theatermüde ist, kann sein Theaterwissen in diesem Quiz testen: ➜ Zum Theater-Quiz
4. Lese-Empfehlung
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➜ Metaphorisch transformiert: Die Digitalisierung verändert, wie wir arbeiten, Gesellschaft organisieren und vor allem kommunizieren. Die Firmen hinter der Digitalisierung nutzen gezielt Metaphern, um die für uns unsichtbaren Daten bildlich greifbar zu machen. Markus Steinmayr analysiert, was passiert, wenn Begriffe wie „Wolke“ ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren.
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WerDirk Baeckers hervorragende Untersuchungzur Soziologie der Digitalisierung gelesen hat, weiß, dass Digitalisierung immer analog in einer Gesellschaft stattfindet. Dass Digitalisierung die Selbstbeschreibung der Gesellschaft verändert, aber nicht ersetzt, ist auch klar.
Wie also können wir Dirk Baecker weiterdenken? Wenn die Digitalisierung, wie immer wieder behauptet wird,Transformationbedeutet und ein Versprechen auf die nächste Gesellschaft ist, in der alles besser, effizienter, weniger bürokratisch sein soll, dann müssen wir uns die Worte anschauen, mit denen die Digitalisierung sich selbst beschreibt.
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieser Ausgabe. Die Mittagspause ist eigentlich immer ein guter Moment, um kurz noch Kinokarten zu reservieren – oder an der Verlosung fürs FIND teilzunehmen.
Viele Grüße,
Ihre Alina Saha
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Hat Ihnen die Ausgabe gefallen oder haben wir etwas vergessen? Dann freuen wir uns über euer Feedback – per Mail an a.saha@freitag.de