Viktor Orbán: Russland verliert seinen besten Mann in Europa

In Ungarn hat Péter Magyar die Parlamentswahl klar gegen den seit 16 Jahren amtierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán gewonnen. Seine Tisza-Partei sicherte sich laut Wahlkommission mit 53,2 Prozent der Stimmen 138 von 199 Mandaten. Orbáns Fidesz kommt auf 55 Mandate bei 38,3 Prozent Zustimmung. Die Niederlage trifft auch die internationalen Verbündeten Orbáns, vor allem den russischen Machthaber Wladimir Putin. Bisher bremste Orbán in der EU als enger Verbündeter Moskaus regelmäßig Ukrainehilfen und Russlandsanktionen. Von Magyar verspricht sich die EU eine außenpolitische Kehrtwende. Die Bundesregierung rechnet mit einer zügigen Freigabe des 20. Sanktionspakets und des 90-Milliarden-Euro-Kredits an die Ukraine, den die EU bereits im Dezember 2025 beschlossen hatte. Wie schwer die Abwahl Orbáns das Regime in Moskau trifft und welche Schlüsse der Kreml aus Orbáns Abwahl zieht, analysiert Michael Thumann, Russlandkorrespondent der ZEIT.

Jedes Unternehmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern muss künftig einmal im Jahr offenlegen, was Männer und Frauen für die gleiche Arbeit durchschnittlich verdienen. Grund dafür ist die von der EU beschlossene Entgelttransparenzrichtlinie (ETRL), die ab dem 8. Juni in Kraft treten soll. Zusätzlich zu den Durchschnittswerten müssen Firmen begründen, wodurch sie entstehen, und sich darum kümmern, sie zu verringern. Dadurch soll mehr Fairness hergestellt werden. Laut dem Statistischen Bundesamt verdienen Männer derzeit im Durchschnitt 16 Prozent mehr als Frauen. Bereinigt man den Wert um die höhere Teilzeitquote bei Frauen und unterschiedliche Präferenzen bei der Berufswahl, sind es immer noch sechs Prozent Unterschied. Was halten deutsche Unternehmen von der neuen Richtlinie? Und wie effizient ist es, um den Gender-Pay-Gap zu verkleinern? Das beantwortet Wirtschaftsredakteurin Ricarda Richter bei Was jetzt?.

Und sonst so? „Eine Insel, da ist eine Insel!“

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Fabian Scheler

Mitarbeit: Christina Felschen, Maximilian Renzikowski und Marco Fründt

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