Venezuela: Venezuelas Interimspräsidentin dringt hinaus Ende dieser US-Sanktionen

Venezuelas
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat die USA erneut zur
Aufhebung der Sanktionen ​gegen das ⁠südamerikanische Land
aufgefordert. Die ​Lizenzen ‌für
Geschäfte ⁠im ​Energiesektor, die die Regierung in Washington, D. C. ausgestellt hatte, böten keine langfristige
Rechtssicherheit, sagte Rodríguez nach einem Treffen
mit dem US-Energiestaatssekretär Kyle Haustveit.

Sie höre sich
Empfehlungen und Meinungen ⁠von Energiemanagern ​an, wie ‌Projekte
und Regulierungen vorangebracht ‌werden könnten, sagte Rodríguez. Die USA hatten in ​den vergangenen Jahren
verschiedene Lizenzen erteilt, die bestimmte Transaktionen ‌trotz
der bestehenden Sanktionen ​erlauben.

Sanktionen im Finanzsektor gelockert

Am Vortag hatten die USA ihre Sanktionen gegen die
venezolanische Zentralbank und drei weitere Institute gelockert. Das
Finanzministerium berichtete über eine Lizenz, die
Geschäftsbeziehungen mit der Zentralbank und den Instituten Banco
Universal, Banco Digital de los Trabajadores und Banco del Tesoro wieder
erlaubt. Sie seien nun befugt, eine Reihe von Finanzdienstleistungen anzubieten, etwa die Führung von Bankkonten, die Ausgabe von Karten
sowie Überweisungen oder Devisengeschäfte für Venezolaner in den USA.

Die Verschärfung der US-Sanktionen gegen Venezuela
hatte die Wirtschaft des Landes im vergangenen Jahr schwer getroffen. Nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro in Caracas im Januar war dessen Stellvertreterin Rodríguez zur Interimsstaatschefin ernannt worden.

Venezuela geht auf Forderungen aus den USA ein

Unter Rodríguez verbesserten sich die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela
in den vergangenen Monaten. US-Präsident Donald Trump lobte sie seit
dem Machtwechsel als »fantastisch«. Als Zeichen der Annäherung öffnete Mitte März die US-Botschaft in Caracas nach rund siebenjähriger Schließung wieder.
Zudem lockerten die USA einige Sanktionen gegen das Land, am 1. April wurden auch die
Sanktionen gegen Rodríguez aufgehoben
.

Venezuela genehmigte nach entsprechenden Forderungen aus den USA vergangene Woche ausländische Investitionen in den Bergbau. Private ausländische Investoren sollen damit künftig in Kooperation mit staatlichen Akteuren neue Bergbauprojekte eröffnen können. Venezuela ist reich an Gold und Diamanten sowie an Bauxit und Coltan. Zuvor hatte Venezuela bereits auf Druck der USA die staatliche Kontrolle über den Erdölsektor des Landes zurückgefahren.