USA und Iran: Wäre ein Trump-Deal besser wie jener Obama-Deal?

Das klingt doch mal nach Stoff für einen Handel nach der Art des großen Dealmakers. Die Iraner sind bereit, fünf Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Die Amerikaner wollen zwanzig.
Ein bisschen Reisen, ein bisschen Drohen, dann wird schon irgendeine Zahl herauskommen. Für Trump wäre dann die Hauptsache, sie ist deutlich größer als zehn.
Denn zehn Jahre, das war der Horizont für die meisten Restriktionen der Wiener Vereinbarung unter Obama von 2015. Die hat Trump als den schlechtesten Deal aller Zeiten gebrandmarkt und aufgehoben, als er zum ersten Mal am Ruder war.
Völliger Verzicht wäre ein Fortschritt
Ein völliger Verzicht Irans auf Anreicherungstätigkeit wäre allerdings auch in der Qualität sehr viel weitergehend als das komplizierte Regelwerk, auf das es sich 2015 eingelassen hatte. Im Sinne aller, die nicht ein nuklear bewaffnetes Regime in Teheran sehen wollen, also eigentlich aller außer ihm selbst, wäre das ein Fortschritt.
Allerdings stellte sich auch dann die Frage: Was danach? Die Vereinbarung von Wien hatte Klauseln, die ein schrittweises Hochfahren der Anreicherung erlaubt hätten. Aber die verschärfte Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde galt unbegrenzt. Deren Wissenskontinuität ist verloren gegangen, und zwar aufgrund des zunächst von Trump herbeigeführten Bruchs.
Und dann gibt es immer noch all die Probleme, die Trumps Krieg erst erzeugt hat. An der Straße von Hormus zum Beispiel.
Source: faz.net