Ukraine: Russische Besatzer wollen Menschen aus der Region Cherson holen

  • Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
  • Russische oder ukrainische Angaben zum Kriegsverlauf sowie zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir auch Material der Nachrichtenagenturen dpa, AP, AFP, KNA und Reuters.
  • 10/8/20222:57:07 PM
    Behörden: Autoverkehr auf Krim-Brücke wieder angelaufen
    Der Verkehr auf der Brücke zur Krim ist nach Angaben von Behörden wieder angelaufen. Die Brücke sei ab sofort „offen für Autos und Busse“, teilte der Verwaltungschef der von Russland annektierten Halbinsel Krim, Sergej Aksjonow, im Onlinedienst Telegram mit. Auf der Brücke zwischen dem russischen Festland und der Krim war am Morgen nach russischen Angaben ein Lkw explodiert. 
  • 10/8/20222:47:23 PM
    Zivilisten sollen aus der Region Cherson geholt werdenDie russische Besatzungsmacht der ukrainischen Region Cherson will Menschen aus der Region Cherson holen. Das ordnete der Vizechef der russischen Besatzungsverwaltungen, Kirill Stremoussow, an. Kleine Kinder, deren Eltern sowie ältere Menschen sollten in zwei südrussische Regionen umziehen, sagte Stremoussow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

    Zuletzt verlor die russische Seite große Gebiete der Region. Beide Kriegsparteien berichteten von Kämpfen rund um die Großstadt Cherson. Ukrainische Streitkräfte seien bei einer Gegenoffensive in der Region auf dem Vormarsch, meldete die Agentur AP. Am Morgen war die Brücke zwischen dem russischen Festland und der Halbinsel Krim schwer beschädigt worden. Über sie wird ein großer Teil des Nachschubs geliefert für die russischen Truppen in der Region Cherson.

  • 10/8/20221:11:17 PM
    Russland ernennt neuen Kommandeur für Truppen in der Ukraine

    Das russische Verteidigungsministerium hat General Sergej Surowikin zum neuen Generalkommandeur der in der Ukraine stationierten russischen Truppen ernannt. Das teilt das Ministerium in Moskau mit. Damit ist zum ersten Mal offiziell ein einziger Kommandeur für die gesamte russische Truppe in der Ukraine zuständig. Im Sommer hatte das Militär bekanntgegeben, dass Surowikin das Kommando über die russischen Truppen im Süden der Ukraine übergeben worden sei.

    • ReutersSergej Surowikin (links) und Russlands Präsident Wladimir Putin.Reuters
  • 10/8/202212:58:07 PM
    Explosion der Brücke an Symbolkraft kaum zu überbietenDie Kertsch-Brücke ist ein Prestigeprojekt von Wladimir Putin und gilt als Symbol der Krim-Annexion, schreibt unser Autor Denis Trubetskoy in seiner Analyse über die Explosion. Auch wenn bislang unklar sei, wer tatsächlich für den Schaden an der Brücke verantwortlich sei, an Symbolkraft übertreffe der Brand der Krim-Brücke sogar das Sinken des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte, Moskwaim April.

    Dass die Ukraine die Verantwortung für den Vorfall direkt übernehme, sei wie bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit aber unwahrscheinlich.

    Lesen Sie die vollständige Analyse hier:

  • 10/8/202212:49:00 PM
    Russische Soldaten werden über Land und See versorgtRussische Soldaten in den Regionen Mykolajiw, Kryvyj Rih und Saporischschja im Süden der Ukraine werden Russland zufolge mit dem Wichtigsten über den Land- und Seeweg versorgt. Das teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Am Morgen war die wichtige Auto- und Eisenbahnbrücke bei einer Explosion beschädigt worden. Sie verbindet die Krim mit dem russischen Festland. Nach bisherigen Angaben ist von zwei Fahrbahnen eine eingestürzt, die andere soll intakt sein. Der Zugverkehr soll nach russischen Angaben am Abend wieder aufgenommen werden.
  • 10/8/202211:53:49 AM
    Mehrere Tote nach Explosion auf Krim-Brücke

    Bei der schweren Explosion auf der Krim-Brücke sollen nach russischen Angaben mindestens drei Menschen gestorben sein. Das nationale Ermittlungskomitee teilte mit, dass die Leichen aus dem Wasser gezogen worden seien. Es handele sich um vorläufige Angaben, hieß es. Die Menschen sollen in Fahrzeugen gesessen haben, als am Morgen auf der Autostrecke der Brücke ein vom Festland kommender Lastwagen explodiert sei.

    Der Eisenbahnverkehr auf der Brücke soll am Abend wieder anlaufen. Die Agentur Interfax zitiert das russische Verkehrsministerium mit den Angaben.

  • 10/8/202210:42:48 AM
    Ukraine will Sonderbriefmarke mit zerstörter Brücke herausbringen

    Nach der schweren Explosion und Teilzerstörung der Kertsch-Brücke, die die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet, hat der Postchef der Ukraine den Druck einer Sondermarke von der Brücke angekündigt. „Der Morgen war noch nie so ein schöner. Zu diesem Feiertag bringen wir eine neue Marke heraus mit der Krim-Brücke – oder vielmehr mit dem, was von ihr übrig ist“, schrieb Ihor Smyljanskyj im Nachrichtenkanal Telegram. Es existiert bereits eine Kunstaktion von der brennenden Brücke, die wie eine Briefmarke aussieht und in Kiew besichtigt werden kann. Zuvor hatte die ukrainische Post schon eine Briefmarke des Ende April zerstörten russischen Kreuzers Moskwa der russischen Schwarzmeerflotte herausgebracht.

  • 10/8/20228:27:50 AM
    Kritik an Militärführung innerhalb Russlands wächst

    Die russische Militärführung sieht sich offenbar mit wachsender Kritik im eigenen Land konfrontiert. So übt zum Beispiel Ramsan Kadyrow, der autoritäre Machthaber in Russlands Teilrepublik Tschetschenien, scharfe Kritik an Generaloberst Alexander Lapin. In der Kritik steht auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) steht Schoigus Entlassung kurz bevor. 

    Kritik komme aber auch von TV-Moderatoren, Popstars und einer „zunehmend lautstarken Gemeinde von ultranationalistischen Militärbloggern“, heißt es in dem täglichen Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums. Die politische Führung sei zwar von der Kritik bislang ausgenommen, doch stelle das einen Trend öffentlich geäußerten Widerspruchs gegen das russische Establishment dar, „der wohl nur schwer umgekehrt werden kann“, hieß es in dem Update weiter. 

    Laut einem Bericht der Washington Post hat ein enger Vertrauter Putins den Präsidenten direkt konfrontiert und seine Unzufriedenheit über das militärische Scheitern zum Ausdruck gebracht. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte zwar die von US-Geheimdiensten stammende Information, gestand jedoch ein, dass es Unstimmigkeiten gebe.

  • 10/8/20227:42:58 AM
    Atomkraftwerk Saporischschja von externer Stromversorgung abgeschnitten

    Das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischschja hat offenbar keine Verbindung mehr zum Stromnetz. Das berichtet die staatliche ukrainische Kernkraftfirma Energoatom. Zur Begründung verweist sie auf Beschuss. Die Anlage beziehe jetzt Strom zur Deckung ihres eigenen Bedarfs aus ihren Notfall-Dieselgeneratoren. Diese seien automatisch angesprungen. Das Atomkraftwerk war in den vergangenen Monaten mehrfach unter Beschuss geraten. Die Ukraine und Russland geben sich dafür gegenseitig die Schuld.

    Wie sicher ist das Atomkraftwerk noch? Droht die nukleare Katastrophe? Lesen Sie hier die wichtigsten Antworten.

  • 10/8/20227:40:18 AM
    Putin setzt wegen Feuer auf Krim-Brücke eine Kommission ein

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat angewiesen, eine Kommission zur Untersuchung der Ursachen des Feuers einzusetzen. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Die russischen Behörden leiteten überdies strafrechtliche Ermittlungen ein.

    Das Antiterrorkomitee machte zunächst keine Angaben dazu, wer hinter der Explosion stecken könnte. Der Präsident des von Russland auf der Krim eingesetzten Regionalparlaments, Wladimir Konstantinow, sprach von einem Schlag durch „ukrainische Vandalen“.

    Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Ende Februar kam es mehrfach zu Explosionen auf der Krim mit schweren Schäden, darunter auf Militärstützpunkten. Es gab auch in der Hauptstadt Kiew immer wieder Drohungen, die von Putin 2018 eingeweihte Brücke zwischen der Halbinsel und dem russischen Festland unter Beschuss zu nehmen. Zuletzt kam es in der Region Kertsch, die auf der Krim direkt an die Brücke grenzt, immer wieder zu Zwischenfällen mit Drohnen, die explodierten. 

  • 10/8/20226:13:41 AM
    Zahlreiche Explosionen aus Charkiw gemeldet

    Eine Serie von Explosionen hat am frühen Samstagmorgen die ostukrainische Stadt Charkiw erschüttert. Rauchwolken stiegen auf, gefolgt von einer Reihe weiterer Explosionen. Bürgermeister Ihor Terechow erklärte auf Telegram, die Explosionen seien von Raketenangriffen im Stadtzentrum verursacht worden. Die Angriffe hätten Brände in einer der medizinischen Einrichtungen der Stadt und einem weiteren Gebäude ausgelöst. Dabei handele es sich nicht um ein Wohngebäude. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.

  • 10/8/20225:27:11 AM
    Ukrainische Medien melden Explosion auf Krim-BrückeAuf der strategisch wichtigen Krim-Brücke hat es Medienberichten zufolge einen Zwischenfall gegeben. Ukrainische Medien melden, dass sich am frühen Morgen eine Explosion ereignet habe. Die staatliche russische Nachrichtenagentur meldet unter Berufung auf einen Vertreter der lokalen Behörden, dass ein Treibstofftank in Brand stehe. Videos, die auf Twitter kursieren, zeigen einen brennenden Zug auf der Brücke. Sie führt über die Straße von Kertsch, eine Meerenge. Die 18 Kilometer lange Brücke wurde erst 2018 fertiggestellt und verbindet die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland.
  • 10/8/20224:34:23 AM
    Das geschah in der NachtNach der Befreiung von Charkiw sind in der Region nach ukrainischen Behördenangaben die Leichen von 530 Menschen entdeckt worden. Seit Beginn der jüngsten Gegenoffensive Ende September haben die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fast 2.500 Quadratkilometer von den russischen Truppen zurückerobert.

    Lesen Sie mehr dazu in unserem Überblick:

  • 10/7/202211:57:35 PM
    Özdemir ruft Wirtschaft zu Lebensmittelspenden für Ukraine auf

    Ernährungsminister Cem Özdemir hat Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Wirtschaft zu verstärkten Lebensmittelspenden für die Ukraine aufgerufen. „Über die Koordinierungsstelle meines Ministeriums sind mehr als 400 Hilfslieferungen mit über 12.000 Paletten in die Ukraine gebracht worden“, sagte Özdemir den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Für die anhaltende Spendenbereitschaft bin ich der deutschen Wirtschaft sehr dankbar.“ Auf dieses Engagement werde es in den Wintermonaten verstärkt ankommen. 

    • Leon Kügeler/dpa/BMELCem Özdemir bei einem Lebensmittelspenden-Hub des BundesernährungsministeriumsLeon Kügeler/dpa/BMEL
    Geliefert werden dem Bundesernährungsministerium zufolge vor allem Grundnahrungsmittel, Wasser, Saft, Babynahrung und Konserven mit Fisch und Fleisch. Die Hilfsgüter werden in die stark vom Krieg betroffenen Regionen transportiert, um die humanitäre Lage zu verbessern.
  • 10/7/202211:52:47 PM
    Strack-Zimmermann: Ukrainer jetzt an Leopard-Panzern ausbilden

    Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat sich für eine Panzerausbildung der ukrainischen Soldaten in der EU ausgesprochen. „Die Spanier wären bereit, in Lettland die ukrainischen Soldaten am Leopard 2 auszubilden“, sagte die FDP-Politikerin bei ihrem zweiten Besuch in Kiew. Dafür müsste Deutschland sein Okay geben. Aktuell stelle sich die Frage, wie die Ukraine militärisch durch den anstehenden Winter komme. „Daher wäre auch jetzt der optimale Zeitpunkt, die Ukrainer am Marder oder Leopard auszubilden, da das entsprechend Zeit in Anspruch nimmt“, betonte sie.

    Bei ihren Gesprächen unter anderem mit Verteidigungsminister Olexij Resnikow und dem Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, sei das Thema Waffenlieferungen immer wieder betont worden. „Der Tenor ist: Wir brauchen alles, immer, die ganze Zeit. Das ist auch nachvollziehbar“, sagte die 64-Jährige. Im Süden des Landes sei das Thema besonders akut. „Man ist siegesgewiss. Trotzdem sind die Verluste dort relativ hoch.“ In dem offenen Gelände könnten Leopard-Panzer aus Deutschland den Ausschlag geben.Strack-Zimmermann ist in der Ampel-Koalition eine derjenigen, die wiederholt eine verstärkte militärische Unterstützung für Kiew aus Deutschland gefordert hat. Kampfpanzer westlicher Bauart wurden bisher von keinem Land an die Ukraine geliefert. 

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