Tarifeinigung: Ostdeutsche Textilindustrie: Diese Entgelterhöhungen stillstehen demnächst an

Die IG Metall hatte im Vorfeld der Einigung zu Warnstreiks aufgerufen.
Die rund 13.000 Beschäftigten der ostdeutschen Textilindustrie bekommen in Kürze mehr Geld. Was der neue Tarifabschluss vorsieht und wann die Erhöhungen greifen.
So beurteilen die Arbeitgeber den Tarifabschluss
„Die Verhandlungen waren außerordentlich anspruchsvoll. Für viele Betriebe sind die Belastungsgrenzen erreicht oder bereits überschritten. Deshalb kam es in dieser Tarifrunde besonders darauf an, Augenmaß zu bewahren und einen Abschluss zu finden, der auch in der betrieblichen Realität Bestand hat“, sagt André Lang, Vorsitzender der Tarifkommission des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.
Einzel- und Versandhandel
Tarifrunde: Das sagen die Händler zu den Forderungen der Gewerkschaft
Nachdem die Verdi-Tarifkommissionen ihre Forderungen für den Einzel- und Versandhandel in den Regionen Rheinland-Pfalz und Saarland beschlossen haben, meldet sich die Arbeitgeberseite zu Wort.
Am Ende zähle aber, „dass wir ein Ergebnis erzielt haben, das für unsere Unternehmen tragbar ist und zugleich Verantwortung für die Beschäftigten zeigt“. Bis zuletzt hätten die geopolitischen Spannungen, handelspolitische Unsicherheiten und eine weiter schwache Konjunktur die Gespräche maßgeblich beeinflusst.
So beurteilt die Gewerkschaft den Tarifabschluss
Nach langen und schwierigen Verhandlungen hätten die IG Metall und der Arbeitgeberverband vti ein Tarifergebnis erzielt, erklärt dazu die Arbeitnehmerseite. IG Metall-Verhandlungsführerin Eileen Müller sprach von einem „tragfähigen Ergebnis in wirtschaftlich angespannten Zeiten“. Neben den genannten Erhöhungen und der Einmalzahlung gibt es der Gewerkschaft zufolge „plus 80 Euro Azubi-Vergütung ab August 2026 plus weitere 70 Euro ab August 2027“.