Tabakverbot in Großbritannien: Britisches Parlament verabschiedet Gesetz pro Verbot von Tabakverkauf

Das britische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Zigaretten an alle Bürger und Bürgerinnen untersagt, die nach 2008 geboren wurden. Das Gesetz sieht eine schrittweise Anhebung des Alters vor, ab dem Tabakprodukte
legal gekauft werden dürfen. Wer also nach dem 1. Januar 2009 geboren wurde,
wird demnach nie die Möglichkeit haben, Zigaretten und ähnliche
Produkte legal zu erwerben. Das Rauchen selbst wird nicht verboten.

Ende März hatten die Abgeordneten bereits den Gesetzesentwurf in letzter Lesung mit 366 zu 41 Stimmen angenommen. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Königs, was als Formsache gilt.

Gesundheitsminister spricht von »rauchfreier Generation«

Die britische Regierung hat die Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament begrüßt. So sprach der Gesundheitsminister Wes Streeting von einem »historischen Moment«. Erstmals werde eine »rauchfreie Generation vor einem Leben mit Sucht und gesundheitlichen Schäden bewahrt«. Auch die Chefin der Organisation Action on Smoking and Health (ASH), Hazel Cheeseman, blickt positiv auf das geplante Gesetz. Sie bezeichnete es als »entscheidenden Wendepunkt« und »nachhaltiges Geschenk für künftige Generationen«.

Neben dem schrittweisen Verbot des Kaufs von Tabak wird auch die Benutzung von E-Zigaretten mit dem neuen Gesetz eingeschränkt. So wird auf Spielplätzen, in Autos mit Kindern und in Krankenhäusern das Rauchen von Vapes künftig verboten sein. Zuvor hatte die Labour-Partei bereits den Verkauf der bei Jugendlichen beliebten Einweg-E-Zigaretten verboten. Das gilt seit dem 1. Juni 2025.

Neben Großbritannien hatten auch die Malediven ein ähnliches Gesetz verabschiedet. Seit November ist dort der Verkauf von Tabakprodukten an alle ab dem 1. Januar 2007 geborenen Menschen verboten. Auch Neuseeland hatte unter Führung der damaligen Labour-Regierungschefin Jacinda Ardern Ende 2022 ein ähnliches Gesetz erlassen. Dort hoffte man, ein rauchfreies Land zu werden. Die konservative Nachfolgerregierung kippte das Gesetz jedoch weniger als zwei Jahre später wieder.