Supertaifun „Sinlaku“ fegt obig Westpazifik – Touristen sitzen hold
Supertaifun „Sinlaku“ sorgt im westlichen Pazifik bereits mit seinen Vorläufern für massive Strom- und Flugausfälle – Hunderte Touristen sitzen fest. Er gilt als stärkster Sturm weltweit seit Oktober.
Ausläufer des herannahenden Supertaifuns „Sinlaku“ haben auf Inseln im Westpazifik bereits für erste Schäden gesorgt. Die Nördlichen Marianen seien schon vor dem Eintreffen des Tropensturms von einem flächendeckenden Stromausfall betroffen, sagte Clement Bermudes vom örtlichen Katastrophenschutz. Auch haben heftige Winde schon Bäume entwurzelt.
Behörden rufen höchste Warnstufe aus
Die Behörden haben die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Menschen sollten in ihren Häusern oder Notunterkünften bleiben und unbedingt die Straßen meiden, da umherfliegende Trümmerteile schwere Verletzungen verursachen könnten. Zuletzt sei eine anhaltende Windstärke von etwa 250 Kilometer pro Stunde gemessen worden
Die Zeitung Washington Post bezeichnete „Sinlaku“ als „Ungetüm“ und „stärksten Sturm auf dem Planeten seit Hurrikan Melissa im Oktober Jamaika traf“. Meteorologen des National Weather Service befürchten, dass das Auge des Sturms direkt auf die Inseln Saipan und Tinian treffen könnte. Der Wirbelsturm bewegte sich nur langsam vorwärts, wann genau er auf Land treffen wird, ist unklar.
Touristen sitzen fest
Derweil sitzen nach Angaben des lokalen Fremdenverkehrsamtes etwa 400 Touristen auf der Inselkette fest. Denn alle internationalen Airlines, die die Region anfliegen, haben wegen „Sinlaku“ den Flugverkehr eingestellt, darunter United Airlines und Philippine Airlines.
Die Inseln Saipan, Tinian und Rota von den Nörlichen Marianen sind vor allem bei Urlaubern aus Asien wegen ihrer traumhaften Strände beliebt. Die Tourismusbranche – die wichtigste Einnahmequelle – befürchtet starke Einbußen, wie eine Sprecherin dem australischen Sender ABC sagte. Das abgelegene US-Außengebiet mit etwa 45.000 Einwohnern liegt im westlichen Pazifik nordöstlich der Philippinen und gehört politisch zu den Vereinigten Staaten. Geografisch gehören die Inseln zu Mikronesien.
Source: tagesschau.de