Regime im Iran: Verhandler gegen Hardliner – wer hat dasjenige Sagen im Iran?

Seit
dem Wochenende ist die Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr
gesperrt. Die iranische Führung hatte die Meerenge am Freitag kurzzeitig
geöffnet, die Sperrung jedoch bereits am Samstag wieder in Kraft
gesetzt. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der seit dem 13.
April anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. Die US-Marine will die Durchfahrten aller Schiffe in der Straße von Hormus stoppen, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am Mittwoch aus. Vor der jüngsten Eskalation hatte der Iran eine zweite Gesprächsrunde mit den USA abgesagt. Haben
die iranischen Verhandler genug Durchsetzungskraft, die Hardliner im
Regime einzuhegen? Das ordnet der Iran-Experte der ZEIT, Omid Rezaee, im Podcast ein.

Am Dienstag entscheidet Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über das 100-Milliarden-Euro-Projekt Future Combat Air System (FCAS). Zu diesem europäischen Luftkampfsystem
der Zukunft sollten bisherigen Planungen zufolge neben einem
gemeinsamen Kampfjet auch Drohnen und neue Kommunikationssysteme
gehören. Es sollte ab den 2040er-Jahren einsatzfähig sein. Am Wochenende hatte das Handelsblatt berichtet, dass ein letzter Vermittlungsversuch für den deutsch-französischen Kampfjet offenbar gescheitert sei und das geplante Luftkampfsystem FCAS wohl nicht verwirklicht werde. Ein Führungsstreit zwischen den beteiligten Konzernen Dassault und Airbus verhindert die länderübergreifende Zusammenarbeit. Im
Februar hatte Merz das Projekt, an dem auch Spanien beteiligt ist,
erstmals offen infrage gestellt. Dabei verwies er auf die
unterschiedlichen Anforderungen an einen Kampfjet der neuen Generation. Zu FCAS recherchiert hat der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT, Hauke Friederichs.

Und sonst so? Schläge wegen zu lauten Schnitzel-Klopfens

Moderation und Produktion: Erica Zingher

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Susanne Hehr, Mira Schrems

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