Mit kreativem Feuer in die kommende Saison

Die Symphoniker Hamburg starten mit Sopranistin Jennifer Holloway und Chefdirigent Sylvain Cambreling im September in die kommende Saison, die ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens und des „Prometheus“ von Johann Wolfgang von Goethe steht.

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Die Symphoniker Hamburg starten unter der Leitung von Chefdirigent Sylvain Cambreling mit Ludwig van Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“ in die kommende Saison, die mit dem Jahreswechsel ins Beethoven-Jahr 2027 übergeht, in dem des 200. Todestages des Komponisten gedacht wird. Auch der Titel der Spielzeit verweist auf den Titan, der den Menschen das Feuer brachte und damit Zivilisation und Kultur gleichermaßen ermöglichte. Intendant Daniel Kühnel und Cambreling wählten die letzte Zeile des Gedichts „Prometheus“ von Goethe. Sie lautet „– Wie ich!“ und verweist auf die schöpferische Kraft des Menschen.

Neue Hörerlebnisse ermöglichen

Dem Götterfunken des Prometheus stellt Cambreling zum Saisonauftakt am 20. September in der Laeiszhalle im 1. Sinfoniekonzert die „Wesendonck-Lieder“ von Richard Wagner und die „Schumann-Phantasie“ von Hans Zender an die Seite. Damit gibt der Auftakt erneut die Richtung vor. Durch ungewöhnlich komponierte Programme und selten gespielte Fassungen will Cambreling dem Publikum neue Hörerlebnisse ermöglichen.

Das gilt auch für das erste Sonderkonzert der Symphoniker unter seiner Leitung in der Elbphilharmonie am 24. September, in dem das Klavierkonzert F-Dur von George Gershwin vor Mozarts Requiem d-Moll erklingt. Das Requiem, das Mozart nicht vollenden konnte, wird nicht in einer der bekannten Versionen beendet. Der Jazzsaxofonist und Komponist Fabrizio Cassol schrieb im Auftrag der Symphoniker Hamburg einen neuen Schluss. Die EuropaChorAkademie und ein Gesangsquartett begleiten Boris Giltburg am Klavier und das Orchester.

Preise für Abonnements bleiben stabil

Das zweite Elbphilharmonie-Konzert der Symphoniker unter Leitung von Clark Rundell kombiniert am 29. April 2027 Werke von Kurt Weill. Nach der „Suite für Blasorchester“ aus der „Dreigroschenoper“ erklingen die Symphonie Nr. 2 und Songs. 

Neben Sylvain Cambreling arbeitet in der Saison 2026/27 eine ganze Reihe junger internationaler Dirigentinnen und Dirigenten mit den Symphonikern Hamburg. Neben der Reihe der zehn Sinfoniekonzerte, die am 20. Juni 2027 mit Martha Argerich am Klavier endet, gibt es weiterhin die Reihen „VielHarmonie“ mit fünf Konzerten und die „Morgen Musik“ mit vier Konzerten, letztere jeweils am Sonntagmorgen um 11 Uhr. Die Preise für Abonnements, werden in der kommenden Saison nicht erhöht, die Preise für Einzeltickets steigen teilweise leicht. stg

Abonnements sind vom 23. April an im Verkauf, Einzelkarten ab 19. Mai um 11 Uhr. Das volle Programm: symphonikerhamburg.de/konzerte/

Source: welt.de