Markus Marterbauer: Der Edelhelfer

Wenn Markus Marterbauer gerade gern hier sein sollte, merkt man es ihm nicht an. Ein frostiger Jännerabend in Kirchberg an der Pielach in Niederösterreich, die SPÖ hat in die örtliche Gemeindehalle geladen: Vizekanzler Andreas Babler und sein Finanzminister haben sich angekündigt. Der Parteichef marschiert zügig voran, Marterbauer trottet mit leicht nach unten geneigtem Kopf hinterher. Die wartenden Genossen sitzen im Parkett an langen Tischreihen, Babler, mit der Erfahrung eines langjährigen Bürgermeisters, schreitet sie eisern ab, bis er auch die letzte Hand geschüttelt hat. Marterbauer schaut zu und klopft hier und da auf einen Tisch, nicht fest und entschlossen, wie im Wirtshaus, eher schüchtern und pflichtschuldig.