Maga-Bewegung: AfD-Fraktion bezuschusst republikanische US-Tagung mit 35.000 Euro

Die AfD-Bundestagsfraktion hat eine Konferenz der Alliance of Sovereign Nations von 3. bis 5. März 2026 in Washington, D. C. mit mehreren Zehntausend Euro bezuschusst. „Für den Teil der Tagung, der von der AfD-Fraktion gestaltet wird, beteiligt sich die Fraktion mit 35.000 Euro an den Organisationskosten“, sagte ein Sprecher der Fraktion der ZEIT. 

Der außenpolitische Sprecher und derzeitige baden-württembergische Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Markus Frohnmaier, sprach auf einem Podium der Tagung, zu der eine Reihe Trump-naher Organisationen eingeladen hatten. Er wurde begleitet von der NRW-Bundestagsabgeordneten Anna Rathert und seinem baden-württembergischen Fraktionskollegen Marc Bernhardt, der nach Angaben aus Fraktionskreisen jedoch auf private Kosten reiste.

Die Beteiligung der AfD-Fraktion an der Tagung diene dazu, „die außenpolitische Arbeit und Positionierung der AfD-Fraktion Parlamentariern aus den USA und anderen Staaten anhand aktueller parlamentarischer Initiativen vorzustellen“, sagte der Sprecher weiter. Darüber hinaus biete die Veranstaltung den teilnehmenden Abgeordneten der AfD-Fraktion „die Möglichkeit, sich mit parlamentarischen Funktionsträgern verschiedener Länder auszutauschen“.

Frohnmaier und Rathert trafen im Washingtoner Fairmont-Hotel auf führende Kongressabgeordnete von Trumps Maga-Bewegung und rechte Politiker aus anderen EU-Ländern, darunter Mike Johnson, Sprecher des Abgeordnetenhauses, und die Abgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida. Zwischen Frohnmaier und Luna bestehen bereits politische Kontakte: Beide hatten sich 2025 in Washington erstmals getroffen. Und Anna Rathert hat enge Beziehungen in die USA; sie gilt als eine der zentralen Netzwerkerinnen zwischen der AfD und dem republikanischen Spektrum. Als weitere Tagungsgäste waren Vertreter der FPÖ, der belgischen Vlaams Belang und weiterer rechter Parteien aus Italien, Serbien, Rumänien, Spanien, Georgien und Honduras angekündigt.

Ausgerichtet wurde die Konferenz von Turning Point Action, einer Schwesterorganisation von Turning Point USA, die der im September 2025 ermordete Trump-Unterstützer Charlie Kirk gegründet hatte. Unterstützt wird die Konferenz nach Angaben der Veranstalter auch von Republicans for National Renewal, einer weiteren politischen Vorfeldorganisation der Maga-Bewegung.

Frohnmaier verpasste während seines Rückflugs das Wahlkampffinale der baden-württembergischen AfD in Rottweil, wo die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla auftraten. Gegen Ende der Veranstaltung wurde lediglich eine Videobotschaft von ihm abgespielt. Frohnmaier hatte diese vorab gemeinsam mit der Republikanerin Luna am Rande der Tagung aufgezeichnet.