Irankrieg: Iranische Schnellboote beschießen Tanker in Straße von Hormus


  • Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
  • Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
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— UKMTO Operations Centre (@UK_MTO) April 18, 2026

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Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe, ein Blauhelmsoldat getötet

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Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist nach Angaben Frankreichs ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Die libanesische Armee und der Ministerpräsident des Landes, Nawaf Salam, teilten ebenfalls mit, dass es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben habe. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents.

Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte auf X mit, neben dem getöteten Soldaten seien drei weitere Blauhelme aus Frankreich verletzt worden. Macron zufolge deutet alles darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich ist. Der französische Präsident bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel.

Auf X verurteilte auch Salam den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an. Unifil sieht in dem Vorfall einen »vorsätzlichen Angriff auf Friedenstruppen«, die im Südlibanon Sprengkörper geräumt hätten. Die UN-Beobachtermission geht davon aus, dass der Beschuss von nicht staatlichen Akteuren ausging.

Indessen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben seit Beginn der Waffenruhe mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Diese hätten gegen die Waffenruhevereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär mit.

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Oberster Führer des Iran droht US-Streitkräften mit »neuen Niederlagen«

Modschtaba Chamenei, der neue sogenannte oberste Führer des Iran, hat den USA in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft mit einem vernichtenden Schlag gedroht. Die »tapfere iranische Marine« sei bereit, ihren Feinden »neue Niederlagen« zuzufügen, sagte Chamenei laut der Erklärung auf Telegram. Kurz zuvor hatten iranische Kanonenboote nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen.

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Modschtaba Chamenei ist der Nachfolger seines zu Beginn des Krieges getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei und ist bislang nicht öffentlich aufgetreten. Vor seiner Erklärung auf Telegram hatte der Iran am Samstag seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht.

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Termin für neue Verhandlungen steht laut Iran nicht fest

Für die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA steht nach iranischen Angaben noch kein Termin fest. »Wir konzentrieren uns nun darauf, den Rahmen für eine Verständigung zwischen beiden Seiten zu finalisieren«, sagte der stellvertretende iranische Vizeaußenminister Said Chatibsadeh am Rande eines Diplomatentreffens im türkischen Antalya. »Bis wir uns auf den Rahmen geeinigt haben, können wir keinen Termin festlegen.«

Der Iran wolle keine Gespräche führen, die ⁠zum Scheitern verurteilt seien und als Vorwand für eine weitere Eskalation dienen könnten. Die ranghöchsten amerikanisch-iranischen Gespräche seit der Islamischen Revolution von 1979 endeten diese Woche in Islamabad ohne Einigung.

Berichten zufolge könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen. Dort laufen derzeit entsprechende Vorbereitungen; Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, zudem wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Von der US-Regierung hieß es zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen.

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Iran informiert per Funkspruch über Sperrung der Straße von Hormus

​Mehrere Schiffe haben von einem Funkspruch der iranischen Marine berichtet, in dem die erneute Schließung der Straße von Hormus bekannt gegeben wurde. Kein Schiff dürfe die Meerenge passieren, hieß es in der Durchsage – unabhängig von der Flagge, unter der es fährt.

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Mindestens zwei indische Schiffe änderten nach Berichten über einen iranischen Angriff auf einen Tanker ihren Kurs. Bei einem der Schiffe handelte es sich laut der Schiffsbeobachtungsseite TankerTrackers.com um einen Öltanker, der zwei Millionen Barrel Öl aus dem Irak geladen hat. Nach Darstellung des Dienstes auf X seien die Schiffe durch iranische Einheiten zurückgedrängt worden. Diese Angaben lassen sich derzeit allerdings nicht unabhängig überprüfen.

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23 Schiffe durch US-Seeblockade offenbar in Richtung Iran zurückgekehrt

Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben die Seeblockade gegen Schiffe durch, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen wollen. 23 Schiffe seien seit Beginn der Maßnahme der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in Richtung Iran zurückgekehrt, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Der stellvertretende iranische Außenminister Said Chatibsadeh warnte unterdessen vor Konsequenzen. Der Iran habe angekündigt, die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen im Einklang mit der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu gestatten, teilte er mit. »Die andere Seite, die amerikanische Seite, hat versucht, dies zu sabotieren, indem sie erklärte, die Straße sei offen, außer für ​Iraner«, sagte Chatibsadeh. »Das war der Grund, warum wir gesagt haben: ›Wenn Sie die Bedingungen der Waffenruhe verletzen, ⁠wenn die Amerikaner ihr Wort nicht halten, wird das Konsequenzen für sie haben.‹« 

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Das teilte das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Fars mit. Die Islamische Republik begründete die erneute Schließung mit Verstößen der USA gegen geltende Vereinbarungen. Der Iran hatte die Öffnung der für den Handelsverkehr wichtigen Meerenge gestern angekündigt. Trotz dessen hatte US-Präsident Donald Trump daraufhin angegeben, nicht von der US-Blockade iranischer Häfen abrücken zu wollen. Eine ausführliche Meldung dazu lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-18T10:08:13.000Z","dateModified":"2026-04-18T10:51:51.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Susanne Ködel"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-04/iran-schliesst-strasse-von-hormus-wieder-wegen-us-blockade-gxe","headline":"Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig","description":"Wenige Stunden war die Straße von Hormus offen, nun hat der Iran sie wieder für die Schifffahrt gesperrt. 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Einige Airlines nahmen stattdessen lange Umwege in Kauf, um den iranischen Luftraum nicht zu passieren.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-18T07:40:32.000Z","dateModified":"2026-04-18T07:49:14.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Susanne Ködel"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Pakistans Regierungschef und Armeechef beenden Vermittlungsbesuche im Irankrieg","articleBody":"Pakistans Regierungschef und Armeechef beenden Vermittlungsbesuche im IrankriegPakistans Regierungschef Shehbaz Sharif hat eine mehrtägige Vermittlungsreise in der Region beendet. Nach Besuchen in Saudi-Arabien und Katar reiste er zuletzt in die türkische Stadt Antalya. Dort traf er Präsident Recep Tayyip Erdoğan und nahm an einem Diplomatentreffen teil. Sharif sprach bei seiner Abreise von einer »erneuerten Verpflichtung«, die »enge Zusammenarbeit« fortzusetzen, um den Dialog und die Diplomatie im Interesse eines dauerhaften Friedens und einer dauerhaften Stabilität in der Region voranzubringen.Sharif spielte bereits eine wichtige Rolle bei den ersten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges. Parallel dazu beendete auch Pakistans Armeechef Asim Munir einen mehrtägigen Besuch in Teheran. 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Das würden Schiffspositionsdaten zeigen. Dabei habe es sich um Schiffe mit Flüssiggas und mehrere Öl- und Chemikalientanker gehandelt. Weitere Tanker aus dem Golf seien ebenfalls auf dem Weg zur Meerenge.Die ZEIT hat die Daten bei den Schiffsverfolgungsdiensten VesselFinder und MarineTraffic verifiziert und kann die Angaben bestätigen. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-18T06:41:19.000Z","dateModified":"2026-04-18T07:32:52.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Leon Ginzel"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_576/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofbXwim4VsJ5wsj9WoR/mofbrrNxeKbw4Pn1CMdY.jpeg","caption":"Ein Schiff in der Straße von Hormus vor der Küste der Provinz Musandam in Oman","creditText":"Reuters","uploadDate":"2026-04-18T07:05:38.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_270/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofbXwim4VsJ5wsj9WoR/mofbrrNxeKbw4Pn1CMdY.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Trump droht mit Ende der Waffenruhe im Iran","articleBody":"Trump droht mit Ende der Waffenruhe im IranUS-Präsident Donald Trump hat mit einem Ende der Waffenruhe mit Iran gedroht, sollte bis Mittwoch keine langfristige Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werden. Er betonte erneut, die USA würden an ihrer Blockade der Straße von Hormus festhalten: »Die Blockade bleibt, und leider müssen wir dann wieder anfangen, Bomben abzuwerfen.«Wenig später sprach Trump von neuen »ziemlich guten Nachrichten« in Bezug auf den Iran. »Wir haben vor 20 ​Minuten ziemlich gute Nachrichten bekommen, es ⁠scheint im Nahen Osten mit dem Iran ​sehr gut zu laufen«, so der US-Präsident vor Journalisten an Bord der Air ‌Force ⁠One. Weitere Details nannte er nicht.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-18T05:54:02.000Z","dateModified":"2026-04-18T06:44:54.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Anastasia Tikhomirova"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_576/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofbTMG2eKbw4Pn1CMdM/mofbk3GUeKbw4Pn1CMdT.jpeg","caption":"Donald Trump spricht im Donald Trump spricht im AC Hotel in Las Vegas, Nevada","creditText":"Win McNamee/Getty Images","uploadDate":"2026-04-18T06:44:53.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_270/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eofbTMG2eKbw4Pn1CMdM/mofbk3GUeKbw4Pn1CMdT.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Rutte hält Nato-Austritt der USA für abwegig","articleBody":"Rutte hält Nato-Austritt der USA für abwegigNato-Generalsekretär Mark Rutte hält nichts von Spekulationen über einen möglichen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis. Der Welt am Sonntag sagte Rutte: ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-04-18T02:09:59.000Z","dateModified":"2026-04-18T02:35:35.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Bastian Hartig"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"China könnte laut Bericht iranisches Uran übernehmen","articleBody":"China könnte laut Bericht iranisches Uran übernehmenChina soll bereit sein, angereichertes Uran aus dem Iran zu übernehmen oder auf einen niedrigeren Anreicherungsgrad zu bringen, falls die USA und der Iran dies wünschten. Dies hat die Nachrichtenagentur AP von einem Diplomaten erfahren, der in die Überlegungen der Führung in Peking eingeweiht ist. Auch der konservative US-Sender Fox News berichtete über die Sache. 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Die ranghöchsten amerikanisch-iranischen Gespräche seit der Islamischen Revolution von 1979 endeten diese Woche in Islamabad ohne Einigung.Berichten zufolge könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen. Dort laufen derzeit entsprechende Vorbereitungen; Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, zudem wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Von der US-Regierung hieß es zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen.","video":[]}"}“>

Steffen Richter
Steffen Richter

Termin für neue Verhandlungen steht laut Iran nicht fest

Für die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA steht nach iranischen Angaben noch kein Termin fest. »Wir konzentrieren uns nun darauf, den Rahmen für eine Verständigung zwischen beiden Seiten zu finalisieren«, sagte der stellvertretende iranische Vizeaußenminister Said Chatibsadeh am Rande eines Diplomatentreffens im türkischen Antalya. »Bis wir uns auf den Rahmen geeinigt haben, können wir keinen Termin festlegen.«

Der Iran wolle keine Gespräche führen, die ⁠zum Scheitern verurteilt seien und als Vorwand für eine weitere Eskalation dienen könnten. Die ranghöchsten amerikanisch-iranischen Gespräche seit der Islamischen Revolution von 1979 endeten diese Woche in Islamabad ohne Einigung.

Berichten zufolge könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen. Dort laufen derzeit entsprechende Vorbereitungen; Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, zudem wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Von der US-Regierung hieß es zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen.

Maline Hofmann
Maline Hofmann

23 Schiffe durch US-Seeblockade offenbar in Richtung Iran zurückgekehrt

Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben die Seeblockade gegen Schiffe durch, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen wollen. 23 Schiffe seien seit Beginn der Maßnahme der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in Richtung Iran zurückgekehrt, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Der stellvertretende iranische Außenminister Said Chatibsadeh warnte unterdessen vor Konsequenzen. Der Iran habe angekündigt, die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen im Einklang mit der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu gestatten, teilte er mit. »Die andere Seite, die amerikanische Seite, hat versucht, dies zu sabotieren, indem sie erklärte, die Straße sei offen, außer für ​Iraner«, sagte Chatibsadeh. »Das war der Grund, warum wir gesagt haben: ›Wenn Sie die Bedingungen der Waffenruhe verletzen, ⁠wenn die Amerikaner ihr Wort nicht halten, wird das Konsequenzen für sie haben.‹« 

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Iran informiert per Funkspruch über Sperrung der Straße von Hormus

​Mehrere Schiffe haben von einem Funkspruch der iranischen Marine berichtet, in dem die erneute Schließung der Straße von Hormus bekannt gegeben wurde. Kein Schiff dürfe die Meerenge passieren, hieß es in der Durchsage – unabhängig von der Flagge, unter der es fährt.
»Achtung an alle Schiffe: Wegen des Versäumnisses der US-Regierung, ihre Verpflichtungen in den Verhandlungen zu erfüllen, erklärt der Iran die Straße von Hormus wieder für vollständig geschlossen.«

Durchsage der iranischen Marine

Mindestens zwei indische Schiffe änderten nach Berichten über einen iranischen Angriff auf einen Tanker ihren Kurs. Bei einem der Schiffe handelte es sich laut der Schiffsbeobachtungsseite TankerTrackers.com um einen Öltanker, der zwei Millionen Barrel Öl aus dem Irak geladen hat. Nach Darstellung des Dienstes auf X seien die Schiffe durch iranische Einheiten zurückgedrängt worden. Diese Angaben lassen sich derzeit allerdings nicht unabhängig überprüfen.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe, ein Blauhelmsoldat getötet

Nach Inkrafttreten der Waffenruhe überwachen UN-Friedenstruppen am 18. April die Rückkehr vertriebener Libanesinnen und Libanesen in den Süden des Landes.
Nach Inkrafttreten der Waffenruhe überwachen UN-Friedenstruppen am 18. April die Rückkehr vertriebener Libanesinnen und Libanesen in den Süden des Landes. Louisa Gouliamaki/Reuters
Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist nach Angaben Frankreichs ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Die libanesische Armee und der Ministerpräsident des Landes, Nawaf Salam, teilten ebenfalls mit, dass es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben habe. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents.

Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte auf X mit, neben dem getöteten Soldaten seien drei weitere Blauhelme aus Frankreich verletzt worden. Macron zufolge deutet alles darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich ist. Der französische Präsident bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel.

Auf X verurteilte auch Salam den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an. Unifil sieht in dem Vorfall einen »vorsätzlichen Angriff auf Friedenstruppen«, die im Südlibanon Sprengkörper geräumt hätten. Die UN-Beobachtermission geht davon aus, dass der Beschuss von nicht staatlichen Akteuren ausging.

Indessen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben seit Beginn der Waffenruhe mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Diese hätten gegen die Waffenruhevereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär mit.

Steffen Richter
Steffen Richter

Oberster Führer des Iran droht US-Streitkräften mit »neuen Niederlagen«

Modschtaba Chamenei, der neue sogenannte oberste Führer des Iran, hat den USA in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft mit einem vernichtenden Schlag gedroht. Die »tapfere iranische Marine« sei bereit, ihren Feinden »neue Niederlagen« zuzufügen, sagte Chamenei laut der Erklärung auf Telegram. Kurz zuvor hatten iranische Kanonenboote nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen.
Ein Porträt von Modschtaba Chamenei, dem neuen obersten Führer des Iran.
Ein Porträt von Modschtaba Chamenei, dem neuen obersten Führer des Iran. AFP/Getty Images
Modschtaba Chamenei ist der Nachfolger seines zu Beginn des Krieges getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei und ist bislang nicht öffentlich aufgetreten. Vor seiner Erklärung auf Telegram hatte der Iran am Samstag seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Britische Behörde meldet Angriff auf Tanker in Straße von Hormus

Boote der iranischen Revolutionsgarden bei einer Militärübung im Persischen Golf im Jahr 2010
Boote der iranischen Revolutionsgarden bei einer Militärübung im Persischen Golf im Jahr 2010. Mehdi Marizad/AFP/Getty Images
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hat den Beschuss eines Tankers in der Straße von Hormus gemeldet. Der Vorfall habe sich 20 Seemeilen nordöstlich des Oman ereignet, teilte UKMTO mit. Demnach wurde ohne Vorwarnung von zwei Schnellbooten gefeuert, die »zur Iranischen Revolutionsgarde gehören«.

Bei dem Angriff seien keine Besatzungsmitglieder verletzt worden, auch der Tanker sei unbeschädigt geblieben. Angaben zum Namen des Tankers oder zu seinem Ziel machte die UKMTO zunächst nicht. 

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Pakistan blickt positiv auf Verhandlungen zwischen USA und Iran

US-Vizepräsident JD Vance (Mitte) traf bei den Gesprächen in Islamabad auf den pakistanischen Militärchef Asim Munir (links) und Außenminister Ishaq Dar (rechts).
US-Vizepräsident JD Vance (Mitte) traf bei den Gesprächen in Islamabad auf den pakistanischen Militärchef Asim Munir (links) und Außenminister Ishaq Dar (rechts). Jacquelyn Martin/Getty Images
Trotz der neuen iranischen Beschränkungen in der Straße von Hormus sieht Vermittler Pakistan positive Signale bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Es werde noch immer auf eine Vereinbarung hingearbeitet, hieß es von pakistanischen Behördenvertretern. Die von beiden Ländern vereinbarte Waffenruhe soll am kommenden Mittwoch auslaufen.

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar bezeichnete die Libanon-Waffenruhe bei seinem Besuch in der Türkei als gutes Zeichen. Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah seien bei der ersten Gesprächsrunde – bei der man einer Einigung bereits »sehr nah« gekommen sei – ein großer Streitpunkt gewesen, sagte Dar.

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Iran sperrt Straße von Hormus erneut

Wenige Stunden nach ihrer Öffnung hat der Iran die Beschränkungen für die Straße von Hormus erneuert. Das teilte das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Fars mit. Die Islamische Republik begründete die erneute Schließung mit Verstößen der USA gegen geltende Vereinbarungen.

Der Iran hatte die Öffnung der für den Handelsverkehr wichtigen Meerenge gestern angekündigt. Trotz dessen hatte US-Präsident Donald Trump daraufhin angegeben, nicht von der US-Blockade iranischer Häfen abrücken zu wollen.

Eine ausführliche Meldung dazu lesen Sie hier:

Susanne Ködel
Susanne Ködel

Iran gibt östlichen Luftraum für internationale Flüge frei

Im Zuge der Waffenruhe mit den USA hat der Iran nach Angaben der Luftfahrtbehörde des Landes einen Teil seines Luftraums wieder für internationale Flüge geöffnet. Flugrouten im Osten des Landes könnten nun genutzt werden, teilte die zivile iranische Luftfahrtbehörde mit. Einige bislang geschlossene Flughäfen im Iran nahmen am Morgen ihren Betrieb wieder auf.

Daten des Flugtrackingportals Flightradar24 zufolge hat es bisher allerdings noch keine internationalen Flüge über iranisches Gebiet gegeben. Einige Airlines nahmen stattdessen lange Umwege in Kauf, um den iranischen Luftraum nicht zu passieren.

Anastasia Tikhomirova
Anastasia Tikhomirova

Pakistans Regierungschef und Armeechef beenden Vermittlungsbesuche im Irankrieg

Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif hat eine mehrtägige Vermittlungsreise in der Region beendet. Nach Besuchen in Saudi-Arabien und Katar reiste er zuletzt in die türkische Stadt Antalya. Dort traf er Präsident Recep Tayyip Erdoğan und nahm an einem Diplomatentreffen teil. Sharif sprach bei seiner Abreise von einer »erneuerten Verpflichtung«, die »enge Zusammenarbeit« fortzusetzen, um den Dialog und die Diplomatie im Interesse eines dauerhaften Friedens und einer dauerhaften Stabilität in der Region voranzubringen.

Sharif spielte bereits eine wichtige Rolle bei den ersten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges. Parallel dazu beendete auch Pakistans Armeechef Asim Munir einen mehrtägigen Besuch in Teheran. Er traf dort mehrere hochrangige iranische Regimevertreter. 

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif am Flughafen von Doha in Katar
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif am Flughafen von Doha in Katar. Qatar News Agency/REUTERS

Leon Ginzel
Leon Ginzel

Erste Tanker passieren Straße von Hormus

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben mehrere Schiffe den Persischen Golf verlassen und die Straße von Hormus durchquert. Das würden Schiffspositionsdaten zeigen. Dabei habe es sich um Schiffe mit Flüssiggas und mehrere Öl- und Chemikalientanker gehandelt. Weitere Tanker aus dem Golf seien ebenfalls auf dem Weg zur Meerenge.

Die ZEIT hat die Daten bei den Schiffsverfolgungsdiensten VesselFinder und MarineTraffic verifiziert und kann die Angaben bestätigen. 

Ein Schiff in der Straße von Hormus vor der Küste der Provinz Musandam in Oman
Ein Schiff in der Straße von Hormus vor der Küste der Provinz Musandam in Oman. Reuters

Anastasia Tikhomirova
Anastasia Tikhomirova

Trump droht mit Ende der Waffenruhe im Iran

US-Präsident Donald Trump hat mit einem Ende der Waffenruhe mit Iran gedroht, sollte bis Mittwoch keine langfristige Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werden. Er betonte erneut, die USA würden an ihrer Blockade der Straße von Hormus festhalten: »Die Blockade bleibt, und leider müssen wir dann wieder anfangen, Bomben abzuwerfen.«

Wenig später sprach Trump von neuen »ziemlich guten Nachrichten« in Bezug auf den Iran. »Wir haben vor 20 ​Minuten ziemlich gute Nachrichten bekommen, es ⁠scheint im Nahen Osten mit dem Iran ​sehr gut zu laufen«, so der US-Präsident vor Journalisten an Bord der Air ‌Force ⁠One. Weitere Details nannte er nicht.

Donald Trump spricht im Donald Trump spricht im AC Hotel in Las Vegas, Nevada
Donald Trump spricht im Donald Trump spricht im AC Hotel in Las Vegas, Nevada. Win McNamee/Getty Images

Bastian Hartig
Bastian Hartig

Rutte hält Nato-Austritt der USA für abwegig

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hält nichts von Spekulationen über einen möglichen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis. Der Welt am Sonntag sagte Rutte: 
Ich sehe nicht, dass die USA die Nato verlassen werden.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte

Auch der ​nukleare Schutz Europas durch Amerika ⁠stehe nicht infrage. »Der Nuklearschirm der Amerikaner ist der ultimative Garant von Sicherheit hier in Europa. Und ich bin überzeugt davon, dass es so bleiben wird«, sagte Rutte.

US-Präsident Donald Trump hatte Stunden zuvor erneut die Nato als »nutzlos« beschimpft, weil sie ihm Hilfe im Konflikt um die blockierte Ölhandelsstraße von Hormus versagt hatte.

Vera Sprothen
Vera Sprothen

China könnte laut Bericht iranisches Uran übernehmen

China soll bereit sein, angereichertes Uran aus dem Iran zu übernehmen oder auf einen niedrigeren Anreicherungsgrad zu bringen, falls die USA und der Iran dies wünschten. Dies hat die Nachrichtenagentur AP von einem Diplomaten erfahren, der in die Überlegungen der Führung in Peking eingeweiht ist. Auch der konservative US-Sender Fox News berichtete über die Sache. China ist der wichtigste Handelspartner Irans.

Vera Sprothen
Vera Sprothen

Iran will Meerenge bei anhaltender US-Blockade wieder schließen

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat eine erneute Blockade der Straße von Hormus angedroht, sollten die USA ihrerseits nicht die Durchfahrt von Schiffen zu iranischen Häfen erlauben.
Bei der Fortsetzung der Blockade wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben.

Mohammed Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident des Iran