IDF: Israelischer Soldat schlägt mit Hammer hinauf Jesus-Figur im Libanon ein
Ein Soldat der israelischen Armee hat bei einem Einsatz im Libanon eine Jesusfigur mit einem Hammer beschädigt. Die Armee bestätigte in einem Post auf X die Echtheit eines kursierenden Fotos. Man nehme den Vorfall äußerst ernst, hieß es. Das Verhalten des Soldaten sei in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden.
Das Foto war am Sonntag von dem palästinensischen Journalisten Younis Tirawi auf X veröffentlicht und dort Zehntausende Male geteilt worden. Darauf ist zu sehen, wie ein Soldat mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesusfigur einschlägt.
Gegen die Beteiligten würden »angemessene Maßnahmen« ergriffen, hieß es
von der Armee weiter. Worin diese bestehen, teilten die IDF nicht mit. Darüber hinaus wolle man die Gemeinde bei der
Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort unterstützen. Rund
jeder dritte Libanese ist Christ.
Außenminister entschuldigt sich
Auch Israels Außenminister Gideon Sa’ar hat inzwischen Stellung zu dem
Vorfall bezogen. Er dankte der Armee für die Aufklärung und die
angekündigten Strafmaßnahmen. »Diese schädliche Tat widerspricht
vollkommen unseren Werten«, erklärte Saar. »Wir entschuldigen uns für
diesen Vorfall bei allen Christen, deren Gefühle dadurch verletzt
wurden.«
Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe
zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon
verkündet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte
gesagt, die israelische Armee solle in einer »verstärkten
Sicherheitszone« im Südlibanon bleiben.
Der Libanon war Anfang März in den
Irankrieg hineingezogen worden. Damals feuerte die Hisbollah als
Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali
Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche
Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.