Einigung zum Wehrdienst: Hoffen uff die Freiwilligen
Letztlich lief sie völlig reibungsfrei, die SPD-Fraktionssitzung, in der sich die sozialdemokratischen Abgeordneten beim letzten Mal noch über Fragen zu Krieg und Frieden entzweit hatten. Am frühen Donnerstagmorgen kamen die Parlamentarier für eine Viertelstunde zusammen, manche nur online zugeschaltet, wegen der kurzfristigen Terminankündigung. Es gab keine einzige kritische Wortmeldung, allgemein herrschte große Zufriedenheit, wie mehrere Teilnehmer berichten.
Auch Boris Pistorius selbst betonte hinterher, wie froh er mit dem nach wochenlanger Streiterei gefundenen Kompromiss zum Wehrdienst sei. Die zentrale Frage, über die beim letzten Mal alle aneinandergerieten, wurde diesmal einfach hinten angestellt. Nämlich: Was passiert, wenn sich nicht genügend Freiwillige finden? Wird dann ausgelost, wer zum Dienst an der Waffe antreten muss? Das soll erst dann vom Bundestag beantwortet werden, wenn sich tatsächlich nicht genügend Freiwillige finden lassen.