Statistische Bundesamt: In Deutschland werden mehr neue Wohnungen genehmigt

In Deutschland werden wieder mehr Wohnungen gebaut. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres wurden 41.700 neue Wohnungen genehmigt. Das ist ein Anstieg von 16,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt mit. Allein im Februar wuchs die Zahl der Genehmigungen um 24,1 Prozent auf 22.200. Davon könnten 19.000 Wohnungen in Neubauten entstehen, während die übrigen in bereits bestehenden Gebäuden geplant sind.

In den vergangenen Jahren hatten vor allem hohe Zinsen und teure Baumaterialien viele Bauprojekte gebremst. Die Bauindustrie hofft nun auf eine Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsbau, weist aber gleichzeitig auf Gefahren aus dem Irankrieg hin. Seit Kriegsbeginn sind Energie und Rohstoffe teurer geworden, was das Bauen wieder verteuern könnte. Außerdem besteht die Sorge, dass die Zinsen weiter steigen. Das würde Kredite teurer machen und viele Menschen vom Hausbau abhalten.

Mehr Baugenehmigungen bedeuteten nicht automatisch mehr Bautätigkeit, warnte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. »Viele Bauherren nutzen zwar die Möglichkeit, endlich eine Genehmigung zu erlangen. Nach wie vor hohe Kosten, Auflagen und Bürokratie stehen einem tatsächlichen Baubeginn aber nach wie vor entgegen«, sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller die Lage. Die Bundesregierung müsse daher einen weiteren »Bau-Turbo« insbesondere zu Finanzierungsfragen auflegen.

Laut ifo-Institut hat sich im März die Stimmung im Wohnungsbau verschlechtert. »Die Sorge vor wieder steigenden Zinsen belastet die Erwartungen im Wohnungsbau«, sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. »Höhere Finanzierungskosten würden die Ambitionen vieler Haushalte beim Hausbau wieder dämpfen.«

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