Rockstar Games: Hacker stehlen Daten von Spieleentwickler Rockstar

Die Hackergruppe Shinyhunters hat den GTA-Entwickler Rockstar Games angegriffen und droht, interne Daten am Dienstag zu veröffentlichen. Nach Angaben der Hacker hätten sie Finanzdokumente, Verträge mit Partnern und Marketingpläne gestohlen. Rockstar Games bestätigte gegenüber der F.A.Z., dass „bei einem Drittanbieter auf eine begrenzte Menge unerheblicher Unternehmensinformationen zugegriffen wurde“.

Die Hacker verlangen Geld von Rockstar Games, nach Zahlung würden sie die Daten nicht veröffentlichen. Das Erpresserschreiben haben Shinyhunters auf ihrer Website veröffentlicht. Um welche Daten es sich genau handelt und wie hoch die Lösegeldforderung der Hacker ist, ist unklar. Ebenso, ob Rockstar Games in Kontakt zu der Hackergruppe steht. Der Spieleentwickler stellt lediglich klar, dass es sich nicht um Kundendaten oder Passwörter handele.

Mehrere Cyberangriffe auf Rockstar Games

Shinyhunters erklärt im Darknet das angebliche Vorgehen: Über den Drittanbieter Anodot, eine KI-Software zur Kostenübersicht für Cloud-Dienste, sei die Cyberbande an sensible Daten von Rockstar Games gelangt. Die Erpressung öffentlich zu machen, könnte darauf hindeuten, dass die Hacker tatsächlich etwas in der Hand haben.

Der Spieleentwickler hinter dem Erfolgsspiel GTA ist schon häufiger Ziel von Cyberattacken geworden. Und auch Shinyhunters zielt des Öfteren auf Finanzdaten großer Unternehmen ab.

Leak von GTA 6

Ein Teenager veröffentlichte beispielsweise 2022 ein fünfzehnminütiges Video aus dem Spiel GTA 6. Es war einer der wohl größten Leaks der Gaming-Branche. Die Fortsetzung des Kassenschlagers von Rockstar Games soll im November erscheinen. Das Datum hatten die Entwickler mehrfach verschoben.

Shinyhunters hat es auf Finanzdokumente mehrerer Firmen abgesehen. 2025 griff die Gruppe eine Tochtergesellschaft von Salesforce an. Der Cloud-Anbieter sagte im Oktober, er werde keine Lösegeldforderung zahlen. Die Hacker drohten mit der Veröffentlichung von Kundendaten. Auch Ticketmaster und die Bank Santander wurden bereits von Shinyhunters gehackt.

Es wird sich zeigen, ob Rockstar Games auf die Erpressung reagiert – oder diese wie Salesforce aussitzt. In der Stellungnahme sagen die Entwickler jedenfalls: „Dieser Vorfall hat keine Auswirkungen auf unser Unternehmen oder unsere Spieler.“

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