Das frischluft Fensterbrett sorgt in der „Höhle der Löwen“ für ein Bieterduell – am Ende sichert sich Ralf Dümmel den Deal.
Ein offenes Fenster und plötzlich müssen Pflanzen, Deko oder Kerzen weichen. Genau dieses Alltagsproblem wollen Benedikt Hartmann und Lukas Benkhoff lösen. Im Staffelfinale von der „Höhle der Löwen“ präsentieren sie ihr Frischluft Fensterbrett. Ihr Angebot liegt bei 170.000 Euro für zehn Prozent.
Einfache Idee, große Reichweite
Das Produkt ist schnell erklärt: eine mobile Fensterbank, die sich beim Öffnen des Fensters mitbewegt. Kein Abräumen mehr, kein Umstellen, stattdessen bleibt alles an Ort und Stelle. „Wir haben keine Raketenwissenschaft erfunden, aber einen echten Problemlöser“, sagt Hartmann. Was simpel klingt, trifft offenbar einen Nerv. Ohne Marketingbudget erzielen die Gründer innerhalb von sechs Monaten rund 160.000 Euro Umsatz, vor allem durch virale Reichweite in sozialen Netzwerken. Parallel studieren beide noch in München. Hartmann studiert Maschinenbau und Benkhoff BWL.
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Zwischen Begeisterung und harter Kritik
Die Reaktionen der Löwen fallen unterschiedlich aus. Frank Thelen zeigt sich zunächst fasziniert. „Dafür liebe ich Die Höhle der Löwen. Dass man Dinge sieht, die man nie für möglich gehalten hätte“, sagt er. Dann wird er aber deutlich kritischer: „Ich find’s vom Design schlecht. Es verschlechtert die Isolierung. Ihr verschwendet eure Lebenszeit.“ Auch Janna Ensthaler und Judith Williams steigen aus, trotz gesehenem Marktpotenzial. „Ich glaube, es gibt einen riesigen Markt dafür. Ich habe aber das Gefühl, das ihr mit dem Produkt sehr schnell Langeweile verspürt und schnell was anderes sucht. Aus diesem Grund bin ich raus“, so Williams.
Bieterduell zwischen Maschmeyer und Dümmel
Während drei Löwen aussteigen, entwickelt sich zwischen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel ein Schlagabtausch. Beide bieten 170.000 Euro für 15 Prozent. Maschmeyer punktet zusätzlich mit einem ungewöhnlichen Versprechen, künftig auch bei weiteren Ideen als Investor einzusteigen. Dümmel setzt dagegen auf seine Handelsstärke und Vertriebserfahrung.
Gründer pokern, und gewinnen
Die Gründer nutzen die Situation und gehen ins Risiko: Sie stellen ein Gegenangebot an Dümmel: 199.000 Euro für 15 Prozent. Dümmel geht das Angebot ein und der Deal kommt zustande, auch nach der Sendung. Dümmels Sprecher verrät Gründerszene, dass die Vereinbarung auch nach der Sendung umgesetzt wurde.
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Source: businessinsider.de