Die Weltbank will Finanzhilfen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar für Staaten mobilisieren, die besonders schwer vom Nahostkrieg betroffen sind. Weltbankpräsident Ajay Banga kündigte am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) an, in den kommenden 15 Monaten würden zwischen 80 und 100 Milliarden Dollar bereitgestellt, um die wirtschaftlichen Folgen des Krieges abzufedern.
Ein solches Hilfspaket wäre größer als die Unterstützung, die Länder im Zuge der Coronapandemie erhalten hatten. Damals wurden rund 70 Milliarden Dollar bereitgestellt.
Mit der Ankündigung unterstreichen Weltbank und IWF ihre wachsende Sorge vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise im Nahen Osten. Wegen der stark gestiegenen Energiepreise hatte der IWF zuvor seine globale Wachstumsprognose auf 3,1 Prozent gesenkt. Ohne den Konflikt wäre die Prognose leicht auf 3,4 Prozent angehoben worden.
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