Effekt beginnt bei sechs ProzentKubicki will mit der FDP wieder über zehn Prozent kommen
18.04.2026, 11:26 Uhr
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FDP-Vize Kubicki will Parteichef werden und setzt sich für die kommende Wahl ein ehrgeiziges Ziel. Aber was passiert, wenn es doch bei zwei Prozent bleibt?
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki strebt im Fall seiner Wahl zum Parteichef wieder Wahlergebnisse über zehn Prozent der Stimmen an. „Zunächst schwebt mir vor, die FDP nach einem Jahr bitterböser Bedeutungslosigkeit wieder in die Nähe von fünf Prozent zu heben“ und dann darüber, sagte Kubicki der „Welt am Sonntag“.
„Der Kubicki-Effekt beginnt bei sechs Prozent. Dann ist die Hürde überwunden.“ Der Anspruch des Schleswig-Holsteiners ist aber größer. Bei den Bundestagswahlen 2017 und 2021 habe die FDP 10,7 und 11,4 Prozent geholt, so Kubicki: „Ein Anspruch darunter ist für einen Kampfsportler wie mich kein wirklicher Anspruch.“
Kubicki kandidiert auf dem Parteitag Ende Mai für zunächst ein Jahr als neuer Vorsitzender. „Wenn wir im Mai nächsten Jahres in Umfragen immer noch bei zwei Prozent stehen, dann kann auch Wolfgang Kubicki nicht mehr helfen“, sagte der 74-Jährige.
Neue Führung steht vor großen Herausforderungen
Er berichtete, dass der frühere Parteichef Christian Lindner ihn animiert habe, anzutreten: „Die Tatsache, dass er mich angeschrieben und mit mir telefoniert hat, um zu sagen: ‚Du musst es machen‘, deutet darauf hin, dass ihm die FDP nicht egal ist.“
Neben Kubicki bewirbt sich der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne um den Bundesvorsitz. „Wenn ich gewählt werde, würde ich mich freuen, wenn Henning als Stellvertreter weitermacht“, sagte Kubicki.
Die FDP befindet sich in einer existenzbedrohenden Krise, seit sie bei der Bundestagswahl 2025 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war und diese auch bei jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht genommen hatte. Daraufhin war eine Führungsdebatte entbrannt. Der derzeitige FDP-Chef Christian Dürr hatte nach Kubickis Ankündigung erklärt, nicht wieder für den Parteivorsitz antreten zu wollen.
Source: n-tv.de